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Kesternich: 14 Hundebabys auf dem Haflingerhof

Kesternich : 14 Hundebabys auf dem Haflingerhof

Wer den großen Garten des Hauses an der Südstraße 18 in Kesternich betritt, der mag kaum glauben, dass hier eine Hunderasse gezüchtet wird, die zu den drei aussterbenden Haustierrassen gehört.

14 putzmuntere Deutsche Pinscher, dazu ihre beiden Hundemamas, tummeln sich hier und genießen die gute Pflege ihrer Züchterin Christa Klein.

Seit 1986 schon hat sich die Kesternicherin der Zucht dieser seltenen Rasse verschrieben, schon sechs Jahre länger, seit 1980, hält sie auch Mittel-Schnauzer in ihrer kleinen Hobbyzucht auf dem Haflingerhof Klein in Kesternich, dazu Pferde, Hühner, Katzen.

Altersgrenze erreicht

Die Stars auf dem Hof aber sind derzeit unumstritten die 14 kleinen Deutschen Pinscher, die die beiden Hündinnen „Assy von den Haflingern” und „Romy von den Haflingern” der Züchterin binnen nur einer Woche in zwei Würfen bescherten. Die beiden siebenfachen Mamas sind sieben Jahre alt und haben damit nach den strengen Rassehunde-Zuchtbedingungen die „Altersgrenze” erreicht, sprich ihren letzten Wurf machen dürfen.

Und das obwohl der Deutsche Pinscher eine sehr robuste und langlebige Rasse ist. „Die Pinscher sind äußerst veträglich, auch mit anderen Haustieren, und besonders kinderfreundlich”, berichtet Christa Klein. Als Jagdhund ist der Deutsche Pinscher hingegen nicht geeignet, „das wäre auch schlecht, wo wir doch hier so nah am Waldrand leben”, so die Kesternicherin.

Der Deutsche Pinscher ist durch seine Größe und sein Kurzhaar aber ein sehr angenehmer Familien-, Wach- und Begleithund. Durch sein temperamentvolles Wesen ist er ein idealer Sportkamerad im Turnierhundesport und ein guter Freizeitpartner.

Der Deutsche Pinscher repräsentiert eine sehr alte deutsche Hunderasse, die bereits 1880 im „Deutschen Hundestammbuch” Erwähnung fand. Er hat die gleichen Vorfahren wie der Schnauzer, den man auch „Rauhaariger Pinscher” nannte.

Von quadratischem Körperbau

Das Rasseportrait des Deutschen Pinscher-Schnauzer-Clubs e.V. beschreibt das Äußere des Hundes so: „Der Deutsche Pinscher ist glatthaarig, mittelgroß, schnittig und fließend in den Umrisslinien, von elegantem, quadratischen Körperbau. Er ist kräftig wie der Schnauzer, seine gut entwickelte Bemuskelung wird besonders in der Bewegung wegen seines Kurzhaars deutlich sichtbar.”

Diese und noch weit mehr Kriterien erfüllen auch die Hunde aus der Zucht von Christa Klein. Erst kürzlich, bei der Deutschen Zuchtschau der Deutschen Pinscher, stellte der Haflingerhof das höchst prämierte Tier sowohl bei den Rüden wie auch bei den Hündinnen. Kein Wunder, dass die meisten der Hundebabys längst einen Abnehmer gefunden haben.

Großes Hallo ums Essen

Noch aber dürfen die kleinen Pinscher die Geselligkeit unter Geschwistern und Cousins in der guten Eifelluft genießen. Wenn Christa Klein zur „Fütterung der Raubtiere” (bitte nicht wörtlich nehmen - die gut erzogenen Hunde sind absolut friedfertig) schreitet, dann ist mächtig was los im großen Zwinger unter den Obstbäumen des Haflingerhofes.

Wer die 14 kleinen Strolche einmal begutachten möchte oder sich für die Pinscher-Zucht interessiert, der kann sich an den Haflingerhof wenden, der auch im Internet vertreten ist.