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Merode: Zwiebelturm nimmt wieder Formen an

Merode : Zwiebelturm nimmt wieder Formen an

Beim Wiederaufbau von Schloss Merode, von dem Teile im Juni 2000 in Flammen aufgingen, wurde am Mittwochmorgen ein markanter Baustein gesetzt.

Der Aachener Zimmermann Franz Merk hob den so genannten Hauptbinder auf das Mauerwerk des seinerzeit ausgebrannten Turms.

Die 1,5 Tonnen schwere Holzkonstruktion wird die Seele des neuen Dachstuhls sein, der jetzt wieder Gestalt annimmt. Möglich ist der Baufortschritt Dank Spenden in Höhe von 15.000 Euro, die auf das Sonderkonto des Fördervereins Schloss Merode eingegangen sind.

Es ist der Erlös, den der Weltreisende Stefan Thiemonds zusammengetragen hat. Thiemonds war rund 23.000 Kilometer per Fahrrad unterwegs und hatte virtuell über Internet mitreisende Begleiter animiert, für das Projekt in Merode zu spenden.

Unterdessen hat der Förderverein mit dem Vorsitzenden Josef Schmitz-Schunken bisher 40.000 Euro an Spenden für den Wiederaufbau zusammengetragen. Noch in diesem Jahr, so hofft der Meroder Ortsvorsteher, könne Richtfest am Zwiebelturm gefeiert werden, der rund 50 Meter hoch über dem Dorf aufragen wird.

Bis zur Fertigstellung des ausgebrannten Turms, so schätzt Schmitz-Schunken, dürften noch mindestens fünf Jahre ins Land gehen. Die Gesamtkosten werden derzeit auf 350.000 Euro kalkuliert.

Dazu braucht der Förderverein weitere finanzielle Unterstützung. Anonyme „Freunde von Merode” gingen mit gutem Beispiel voran und überwiesen 11000 Euro. Die Gönner gaben sich bis heute nicht zu erkennen.

Das Spendenkonto ist bei der Volksbank Düren (BLZ: 39560201) eingerichtet. Die Kontonummer lautet: 1703794021.