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St.-Augustinus-Krankenhaus: Zweieinhalb Millionen Euro für OP-Erweiterungsneubau

St.-Augustinus-Krankenhaus : Zweieinhalb Millionen Euro für OP-Erweiterungsneubau

Das St.-Augustinus-Krankenhaus Düren feiert sein 125-jähriges Bestehen mit einem Festakt. In diesem Rahmen wird ein Millionenpräsent überreicht.

In diesem Jahr feiert das St.-Augustinus-Krankenhaus Düren das 125-jährige Bestehen. Zu Beginn stand eine Stiftung des Papierfabrikanten Benno Schoeller an die Zivilgemeinde Birgel, um kranke Arbeiter der Fabrik und der angrenzenden Ortschaften aufzunehmen und zu pflegen. Die Eröffnungsfeier des Krankenhauses zu Lendersdorf-Krauthausen fand schließlich am 10. August 1897 statt. Aus diesem Anlass fand jüngst ein Festakt mit geladenen Gästen statt.

Im Anschluss an die Heilige Messe in der Pfarrkirche St. Anna begrüßte Geschäftsführer Renardo Schiffer zahlreiche Gäste im Papst-Johannes-Haus der Pfarre St. Lukas. Einer davon verkündete eine besondere Nachricht: Dr. Theodor-Michael Lucas, Sprecher der Geschäftsführung der Josefs-Gesellschaft in Köln. Sie fördert den OP-Erweiterungsneubau in Höhe von 2,5 Millionen Euro.

Geschäftsführer Renardo Schiffer skizzierte die aktuell besonderen Herausforderungen des Gesundheitswesens und für das St.-Augustinus-Krankenhaus. Seit 2018 wurden über 20 neue Gesetze in Kraft gesetzt, die deutlichen Einfluss auf die Finanzierung der deutschen Krankenhäuser nehmen. Beispielhaft nannte er die Personaluntergrenzen, Prüfverordnungen des Medizinischen Dienstes und das Krankenhauszukunftsgesetz genannt.

Dem Hauptredner folgten die Ansprachen von Dürens Ex-Bürgermeister Paul Larue und Dr. Wolfgang Spithaler, ehemals Ärztlicher Direktor im St. Augustinus-Krankenhaus. Larue warf einen Blick auf die Historie und zahlreiche besondere Entwicklungsschritte des Lendersdorfer Krankenhauses, die er größtenteils persönlich in seiner Funktion als Bürgermeister habe begleiten dürfen.

Seine Aufzählung aus den vergangenen Jahren umfasste die Gründung des stationären Hospizes, als elfte Einrichtung ihrer Art in NRW im Jahr 1995, die anschließende Standortvergabe des Landes für den damals einzigen Kernspintomographen im Kreis Düren, die Inbetriebnahme eines der ersten ambulanten Rehabilitationszentren in NRW und das erste seiner Art in der Region, die Eröffnung der Neurologie mit Schlaganfallspezialstation, die Eröffnung des interdisziplinären Schmerz- und Palliativzentrums und kontinuierliche Neu- und Erweiterungsbauten.

Dr. Spithaler erinnerte an die medizinische Entwicklung des Hauses. Er appellierte, dass man den Grundgedanken, den medizinischen und pflegerischen Dienst am Menschen, nicht aus dem Auge verliere und die Individualität der Mitarbeitenden als herausragende Besonderheit weiterhin fördere. Diese sei auch bei zahlreichen humanitären Hilfsaktionen im Ausland unter Beweis gestellt worden.

Bürgermeister Frank Peter Ullrich übergab als Gastgeschenk ein Bild der Stadtteile Lendersdorf und Niederau an Geschäftsführer Schiffer. Deren Ortsvorsteher Norbert Weber (Lendersdorf) und Karl-Heinz Salentin (Niederau) sowie der Ärztlichen Direktor Dr. Jan-Georg Ochs schlossen sich den Rednern an, bevor der Festakt mit einem gemütlichen Beisammensein ausklang.

Die Heilige Messe wurde vorbereitet und zelebriert von Pfarrer Günter Gerkowski und Diakon Martin Schlicht. Die musikalische Gestaltung der Messfeier übernahmen der Chor und das Orchester der Cappella Villa Duria unter der Leitung von Johannes Esser mit organisatorischer Unterstützung von Dr. Herbert Wilmsen.

(red)