Düren: Zwei Mädchen, ein Team: Dürenerinnen qualifzieren sich für Akkordeon-Bundeswettbewerb

Düren : Zwei Mädchen, ein Team: Dürenerinnen qualifzieren sich für Akkordeon-Bundeswettbewerb

Melina Schubert und Reimut Ridder sind ein gutes Team, Freundinnen eben. Und sie haben ein gemeinsames Hobby. Die Mädchen spielen Akkordeon — und das sogar ziemlich erfolgreich. Beim Landeswettbewerb des „Deutschen Akkordeonmusikpreises“, der gerade in Düren stattgefunden hat, sind die Beiden als Duo gestartet und haben sich mit 41 Punkten (von 50 möglichen) und dem höchsten Prädikat „Hervorragend“ für den Bundeswettbewerb qualifiziert.

„Melina war schon am Wettbewerbstag total krank“, erzählt Reimut. „Deswegen ist sie auch heute nicht bei unserem Gespräch dabei. Aber für unseren Auftritt hat sie sich super zusammengerissen. Wir haben ganz gut gespielt.“

Reimut ist elf Jahre alt (Melina zwölf), besucht die sechste Klasse des Wirteltor-Gymnasiums und spielt seit fünf Jahren Akkordeon. „Meine vier Geschwister spielen auch alle ein Instrument. Bei einem Tag der offenen Tür in der Musikschule habe ich mir verschiedene Instrumente angeschaut und mich am Ende für das Akkordeon entschieden.“ Das sei eine schwierige Entscheidung gewesen, sagt Reimut. „In der engeren Wahl war noch die Querflöte. Aber das Akkordeon fand ich dann doch interessanter.“ Außerdem hat Reimuts Oma früher auch Akkordeon gespielt.

Ende September haben Reimut und Melina angefangen, sich auf den Wettbewerb vorzubereiten. „Wir wollten unbedingt im Duo spielen“, erzählt Reimut, „weil wir uns so gut verstehen, und weil man dann nicht alleine vor den zwei Juroren sitzen muss.“ Als die beiden Mädchen gesehen haben, welche Stücke Andrea Nolte, Musikschulleiterin und Akkordeonlehrerin der beiden, für sie ausgesucht hat, mussten sie erst einmal kräftig schlucken. „Die sahen total schwer aus“, sagt Reimut. „Und das waren sie auch.“ Drei Wochen vor dem Wettbewerb hätten sie kurz gedacht, dass sie die Stücke nicht schaffen würden. „Aber nur ganz kurz. Und dann haben wir uns noch einmal richtig angestrengt und viel geübt. Und es hat geklappt.“

„Mittel aufgeregt“

Am Wettbewerbstag sei sie „so mittel“ aufgeregt gewesen. „Es ging eigentlich. Ich war total froh, dass wir überhaupt spielen konnten.“ Gleich nach ihrem siebenminütigen Auftritt gab es ein dickes Lob von der Lehrerin. „Die beiden haben wirklich gut gespielt“, sagt Andrea Nolte. „Und sie haben sich während der Wettbewerbsvorbereitung auch sehr verbessert.“

Insgesamt haben 75 Akkordeonisten aus ganz Nordrhein-Westfalen an dem Wettbewerb teilgenommen. „Der Tag war schon aufregend“, sagt Reimut. „Wir haben um zehn Uhr gespielt, und um 17 Uhr war im Haus der Stadt die Preisverleihung. Das war spannend, bis wir endlich unser Ergebnis bekommen haben.“ Jetzt fahren Melina und Reimut mit ihren Eltern und Andrea Nolte Ende Mai zum Bundeswettbewerb nach Bruchsal.

Die Wettbewerbsstücke bleiben die gleichen, nach den Osterferien fangen Melina und Reimut mit den Vorbereitungen an. Andrea Nolte: „Eine Pause, in der man wieder andere Stücke üben kann, ist wichtig. So lange immer nur die gleichen Stücke zu proben, macht ja irgendwann auch keinen Spaß mehr.“ Übrigens ist Akkordeonspielen längst nicht Melinas und Reimuts einziges Hobby. Die beiden Mädchen spielen zwar auch im Jugendakkordeonorchester der Musikschule, darüber hinaus tanzt Melina noch sehr gerne, und Reimut geht regelmäßig zum Fechten.