Zwei Kandidaten für den SPD-Parteivorsitz in Düren

Cem Timirci tritt ab : Zwei Kandidaten für den SPD-Parteivorsitz in Düren

Es sollte ein Generationenwechsel werden, als Cem Timirci im Juli 2016 Liesel Koschorreck an der Spitze der Dürener SPD abgelöst hat. Am kommenden Dienstag tritt Timirci wieder ab, „aus familiären Gründen“ wie er sagt und weil ihm die Arbeitsbelastung zu groß geworden sei. Mit Frank-Peter Ullrich und Klaus Humme treten gleich zwei Kandidaten für die Nachfolge an.

Dabei hatte Timirci ehrgeizige Ziele, wollte Partei und Fraktion enger verzahnen, mit den Bürgern in Kontakt kommen, neue Mitmachangebote innerhalb der Partei schaffen. „Die Partei muss auch raus in den Alltag der Menschen, zum Beispiel zu Schützenfesten und Karnevalsfeiern“, hatte er wenige Wochen nach seiner Wahl zum Vorsitzenden noch gesagt – konnte es aber nur bedingt umsetzen.

Der Dürener wurde parallel zum Kandidaten für den Landtag gewählt, musste zur Landtagswahl im Mai 2017 allerdings eine herbe Niederlage einstecken, holte sogar noch weniger Stimmen als seine Partei auf Landesebene. In der Außendarstellung der Partei blieb er hingegen eher blass. „Wir haben den Ortsverein neu organisiert, es ist mir aber nicht gelungen, die enge Verzahnung zur Fraktion hinzubekommen“, gesteht Timirci durchaus selbstkritisch ein.

Die würde sich auch der scheidende Fraktionsvorsitzende Henner Schmidt wünschen: „Wir schauen mit Spannung auf die Wahl und hoffen, dass wir die Zusammenarbeit intensivieren können, um künftig im Gleichschritt zu agieren.“ Mit Ullrich und Humme stehen gleich zwei Kandidaten bereit, die das ändern wollen. Humme ist bisher Distrikvorsitzender in Düren-Nord, Ullrich ist stellvertretender Parteivorsitzender. Er gilt als Kritiker der Fraktion, ihm werden zudem Ambitionen auf die Bürgermeisterkandidatur 2020 nachgesagt.

(bugi)
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