Düren: Zwei Abende der etwas härteren Gangart

Düren: Zwei Abende der etwas härteren Gangart

Dröhnende Bässe ertönten. Das gedämmte Licht ließ ein reges Treiben auf der Bühne vermuten. Der mit Spannung erwartete Auftritt der Dürener Band „The Haven Theory” versetzte den kleinen Kellerraum des „Komm”-Zentrums von einem auf den anderen Moment in Festival-Stimmung.

Vorher bekannt unter dem Namen „Breaking News”, heizten die sechs Jungs dem Publikum ein.

„Die Band hat sich in den letzten zwei Jahren einen Platz in der Musikszene gesichert”, erklärte Bernd Neffgen. Zusammen mit Sandra Stephan und zahlreichen „helfenden Händen” organisierte er auch in diesem Jahr das „Sumo”-Festival.

Alternative Szene

Unter dem Motto „Days Of Destruction” traf sich an zwei Abenden die alternative Szene Dürens. Von Metalcore über Emo- bis Hardcore wurde einiges geboten. „Dieses Festival schlägt eine etwas härtere Gangart an”, erklärte Sandra Stephan. „Diese Musik ist in Düren ein bisschen untergegangen. Wir wollen sie wiederbeleben”, fügte sie hinzu.

Mit elf Bands an zwei Abenden hat das „Sumo”Team seine Ziele mehr als erreicht. Ein ständiges Kommen und Gehen von Dürener Bands, aber auch von Gruppen aus dem weiteren Umkreis und dem Ausland versprach ein buntes Programm.

Den Anfang machten „Risen From Ashes”, gefolgt von „Evidence Of Fear”, einer alteingesessenen Dürener Band, die ihre mitgebrachte Fangemeinde mit einer klassischen Mischung aus Metal und Metalcore mitriss.

Weiter ging es mit „The Days Revenge”, einer Bonner Band. Mit den jungen Dürener Musikern von „Try To Infect” stieg die Stimmung, bis schließlich der Headliner des Abends, „The Maple Room”, für einen gelungenen Abschluss sorgte. „Die Band ist in Belgien eine große Nummer. Und obwohl sie hier noch relativ unbekannt ist, ist sie beim Publikum unheimlich gut angekommen”, freute sich Bernd Neffgen.

Auch der zweite Festival-Abend lockte zahlreiche Metalfans in das „Komm”. Mit Bands wie „My Decadence”, „Cocoon” und „N-Jected” stand das Programm dem vom Vortag in nichts nach.

Für Begeisterung sorgten vor allem die Dürener Bands „The Haven Theory” und „Tornapart”, deren sieben Mitglieder das Publikum mit Metalcore und alternativen Crossover- Elementen begeisterte.

Höhepunkt des Abends waren die niederländischen Musiker von „Forget To Forgive”. „Dies ist eine sehr junge Band, die sich in den letzten Jahren von einem zum anderen großen Konzert gespielt hat und nicht mehr weit von davon entfernt ist, eine europäische Größe zu werden”, so Neffgen.

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