Hambacher Spielverein: Zum 100. Geburtstag eine eigene Tribüne

Hambacher Spielverein : Zum 100. Geburtstag eine eigene Tribüne

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge weihte der Hambacher Spielverein jetzt seine neue Sitzplatztribüne im Stadion Sophienhöhe ein. Voller Freude blickt der „kleine HSV“ auf alle Feierlichkeiten aus Anlass seines 100-jährigen Bestehens.

Doch völlig unerwartet starb vor wenigen Tagen der langjährige HSV-Vorsitzende Willi Polfliet, an ihn dachte Geschäftsführer Mario Amft bei der Einweihungsfeier natürlich als erstes: „Sein Tod hat uns tief getroffen. Mit fast 50 Jahren Vereins- und Vorstandstätigkeit sind ‚100 Jahre Hambacher Spielverein‘ zu großen Teilen sein Verdienst.“

Als man im vergangenen Jahr im Verein überlegt hatte, wie man das Jubiläum gestalten könnte, kam Vorstandsmitglied Franz-Konrad Hamacher auf die Idee, aus den Stahlträgern einer ausgedienten Buswartehalle der Gemeinde Niederzier eine Sitzplatztribüne zu errichten. Schnell gab es realistische Pläne, so dass die eifrige Helferschar aus Reihen des Hambacher Spielvereins Ende 2018 mit dem Aushub der Fundamente beginnen konnte. Die 85 Sitzschalen wurden gebraucht gekauft und überarbeitet. Unzählige Arbeitsstunden investierten nicht nur die ehrenamtlichen Helfer aus Reihen des HSV, sondern auch einige Mitarbeiter aus dem RWE Tagebau Hambach im Rahmen des Programms „RWE aktiv vor Ort“. Der Konzern stellte eine Arbeitsleistung im Gegenwert von 3000 Euro und eine Materialleistung von 5000 Euro zur Verfügung. Außerdem beteiligten sich der Nachbarverein DJK Löwe Hambach, die Sparkasse Düren und die Indeland GmbH maßgeblich an den Gesamtkosten, die Mario Amft mit 12.000 bis 15.000 Euro bezifferte. Der HSV-Geschäftsführer bedankte sich außerdem bei Bürgermeister Hermann Heuser (SPD) für die Unterstützung seitens der Gemeinde, den Bauingenieuren Peter und Gottfried Pier für ihre fachliche und handwerkliche Hilfe sowie Diplom-Ingenieur Peter Kelzenberg für die Statikpläne.

Gute Zusammenarbeit

Thomas Körber, Leiter des Tagebaus Hambach, freute sich über die gelungene Zusammenarbeit zwischen RWE-Mitarbeitern, angeführt von Fritz Pachurka, Instandhaltungsleiter im Tagebau Hambach, und den Vereinsmitgliedern. Hermann Heuser freute sich über die „schönste und größte Sporttribüne in unserer Gemeinde“. Im Hinblick auf den geplanten Kunstrasenplatz auf dem ehemaligen Werferplatz im Stadion Sophienhöhe, dessen Umsetzung aufgrund einer neuen EU-Richtlinie in Gefahr scheint, meinte Heuser: „Ich denke, es wird eine Ersatzlösung geben.“

Als kleines Dankeschön für die RWE-Mitarbeiter hielt Mario Amft noch Freikarten für das Topspiel zwischen Alemannia Aachen und der U23 von FSV Mainz 05 bereit, das am 13. Juli, um 16 Uhr im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten in Hambach ausgetragen wird. Zum weiteren Programm „100 Jahre HSV“ gehören unter anderem die „Summernight Party“ am 24. August sowie der Festkommers am 25. Oktober auf Burg Obbendorf. 

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