Düren: Zanders-Werk: Erstmal fallen 220 Jobs weg

Düren: Zanders-Werk: Erstmal fallen 220 Jobs weg

Fünfeinhalb Monate nach der Ankündigung, in der Dürener Papierfabrik Zanders Reflex zwei der vier Papiermaschinen stillzulegen, gibt es Neuigkeiten.

80 Prozent der Produktion in Düren fallen erstmal weg. Doch der finnische Papierkonzern M-Real hat am Freitagnachmittag im Rahmen einer Börsenmitteilung Details zur Zukunft seiner beiden Werke in Düren und Bergisch-Gladbach bekanntgegeben, die im Konzern den Geschäftsbereich „Speciality Papers” bilden.

In beiden Werken sollen demnach bis Ende des Jahres 220 Arbeitsplätze abgebaut werden, nach DZ-Informationen größtenteils in der Dürener Produktion, die den Bereich der Durchschreibepapiere an Bergisch-Gladbach abgeben muss.

Das heißt aber nicht unbedingt, dass alle Arbeitsplätze automatisch wegfallen. Nicht unwahrscheinlich ist, dass ein Teil der Arbeitnehmer im Werk bleiben kann, nur einen neuen Arbeitgeber erhält. Denn mit der Ankündigung des Stellenabbaus gab M-Real bekannt, dass das Dürener Werk in einem Papierpark-Konzept weitergeführt werden soll. Ziel der Finnen ist es, Partner aus der Papierindustrie zu finden, um neue Jobs zu schaffen.

Oder mit anderen Worten formuliert: Die Finnen suchen Partner, die mit ihren Produkten die beiden von der Schließung betroffenen Papiermaschinen in Düren weiter betreiben und damit auch das Personal übernehmen. Seit längerem werden in Düren Versuche mit Produkten anderer Hersteller durchgeführt. Einzelheiten aber wurden noch nicht bekannt. Mit den Maßnahmen will M-Real ab 2011 jährlich 18 Millionen Euro sparen. Erst vor drei Wochen hatte der Konzern für das erste Quartal 2010 einen Gewinn von 39 Millionen Euro ausgewiesen.

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