1. Lokales
  2. Düren

Kanalerneuerung: WVER prüft Varianten der Asbestzement-Entsorgung

Kanalerneuerung : WVER prüft Varianten der Asbestzement-Entsorgung

Der Hauptabwasserkanal von Kreuzau bis zur Kläranlage muss erneuert werden, das bisherige Asbest-Zement-Rohr wird anschließend entsorgt. Nur wie, das ist noch offen.

Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) plant, den Hauptabwasserkanal, der das Abwasser von Kreuzau bis zur Kläranlage Düren leitet, ab dem Annakirmesplatz zu ersetzen und an seiner Stelle eine Doppelröhre zu verlegen, sodass der sogenannte Hauptsammler 11 dann doppelt vorhanden und leistungsfähiger ist.

Der jetzige Sammler besteht aus einem Asbest-Zement-Rohr, so dass sich besondere Anforderungen an die Bauausführung stellen. Deswegen wird der Wasserverband nach eigenen Angaben nun unterschiedliche Rückbauverfahren ausprobieren, um den günstigsten und emissionsärmsten Weg zu prüfen. Dieses Vorgehen werde dazu messtechnisch begleitet, teilt der WVER mit. Die Variantenprüfung werde in einem Abschnitt des Kanals erfolgen, der nicht durch bebautes Gebiet verläuft.

Bereits in den Jahren 2012/2013 hatte der Verband in einem Demonstrationsprojekt auf Höhe der Wiesenstraße im Nordwesten von Birkesdorf auf einer Länge von 270 Metern einen Parallelabschnitt zum Sammler verlegt. Dadurch konnte der alte Kanal auf dieser Strecke stillgelegt und auf seinen Zustand untersucht werden. Eine Komplettinspektion des Hauptabwasserkanals sei nach WVER-Angaben nicht möglich gewesen, da er ununterbrochen mit hohen Abwassermengen gefüllt ist.

Der stillgelegte Abschnitt bietet sich nun an, die Variantenprüfung vorzunehmen. Die Zuwegung im Bereich des Baufelds wird aus baulichen und aus Schutzgründen während der Maßnahme abgesperrt. Die Arbeiten finden in Abstimmung mit der Bezirksregierung Köln und der Berufsgenossenschaft statt. Eine Gefährdung der Bevölkerung durch das asbesthaltige Material bestehe nach Angaben des WVER nicht. Vorbereitende Arbeiten haben am Freitag begonnen, ab Mitte August erfolgen dann die eigentlichen Bauarbeiten. Sie werden voraussichtlich bis Ende September dauern. Der Weg zum Rur-Ufer-Radweg muss aus diesem Grund gesperrt werden. Darauf werde mit einer entsprechenden Beschilderung hingewiesen.

(red)