Düren: Wohin mit 25.000 Fahrzeugen von der Schoellerstraße?

Düren: Wohin mit 25.000 Fahrzeugen von der Schoellerstraße?

Auf Staus und Umleitungen können sich Autofahrer und Bahnreisende schon einmal gedanklich einrichten, wenn die Brücke an der Schoellerstraße abgerissen wird. Dies ist notwendig, da das 1961 errichtete Bauwerk dauerhaft nicht mehr sicher ist.

25.000 Fahrzeuge passieren täglich diese Brücke, die Teil der B56, also der Verbindung zur A4 ist. Wann die Brücke abgerissen wird, steht noch nicht fest, denn es gibt noch einiges zu klären, wie Projektleiter Ernst Gombert vom Landesbetrieb Straßenbau NRW erläutert. Man befinde sich im Austausch mit Stadt und Kreis Düren und mit der Deutschen Bahn.

Die Bahn brauche viel Vorlaufzeit, da sie rechtzeitig Lösungen für die vielen tausend Pendler, Reisenden und den Güterverkehr finden muss.

Der Neubau der Brücke, die laut Gombert wahrscheinlich eine reine Stahlkonstruktion sein wird, ist das zweite Großprojekt, das in Düren momentan läuft. Seit wenigen Tagen ist die Oststraße gesperrt, weil dort die Kanäle erneuert werden. Näher rückt auch der Bau der Ostumgehung, die von den ehemaligen Ford-Werken bis in die Nähe der Brücke an der Schoellerstraße führen wird.

Die Kreistagsfraktion der Grünen macht sich ebenfalls ihre Gedanken und fordert eine „intelligente Güterverkehrslenkung”. Was sich dahinter verbirgt, stellten die Grünen vor. Sie fordern sogenannte Lkw-Korridore, um den Verkehr aus der Stadt fernzuhalten und ihn auch nicht einfach auf die Nachbargemeinden abzuwälzen.

Beispiele nannten sie auch. So könnten die Korridore über die B56 und die L33/B265 an Vettweiß und Lechenich vorbei bis zur A61 und über die K27 und die B264 an Langerwehe und Weisweiler vorbei bis zur Anschlussstelle Eschweiler-Ost auf die A4 führen.