Kreis Düren: Wirbel um Tantieme für GWS-Chef

Kreis Düren: Wirbel um Tantieme für GWS-Chef

Der Rechnungsprüfer hat beim Jahresabschluss 2008 der Wirtschaftsförderungsgesellschaft GWS Unregelmäßigkeiten festgestellt. Dabei geht es um eine Prämie von 25.000 Euro für Geschäftsführer Michael Müller.

Im Vertrag des GWS-Geschäftsführers ist eine erfolgsabhängige Tantieme von maximal 25.000 Euro verankert. Die Entscheidung darüber, ob und wie viel gezahlt wird, fällt in Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung. Für das Jahr 2008 ist das noch nicht geschehen. Wie die Wirtschaftsprüfung jetzt ans Tageslicht brachte, war das Geld dennoch bereits im April auf dem Konto des Geschäftsführers gelandet, der die GWS Ende Juni verlässt.

GWS-Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Spelthahn sagte am Dienstag, er habe Müller schriftlich gerügt und zur Rückerstattung der Tantieme nebst Zinsen aufgefordert. Der Fall werde zudem juristisch geprüft. Spelthahn betonte jedoch, dass Müller nach der formalen Zustimmung der Gremien die Prämie erhalten hätte, da die GWS das Jahr 2008 mit einem Gewinn abgeschlossen hat.

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