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Langerwehe: „Wir hatten Angst, dass jemand den Atem verliert”

Langerwehe : „Wir hatten Angst, dass jemand den Atem verliert”

Nicht gerade alles, aber vieles neu macht die umgestaltete Hauptstraße: Die derzeitige Konjunktur-Delle einmal außer Acht gelassen, schauen die Geschäftsleute im Ortskern ein halbes Jahr nach der Wiedereröffnung der Einkaufsmeile durchweg zufrieden in ihre Kassen.

Diese Bilanz ziehen Wolfgang Gast, Heinz Herten und Herbert Hilden von der „IV Pro”.

Das neue Gesicht der Hauptstraße gefalle den meisten Kaufleuten. „Es kommen auch viele Fremde hierher und freuen sich, nun endlich in Ruhe hier einkaufen zu können”, hört Hilden immer wieder.

Die ersten, des trüben Wetters wegen eher spärlichen Versuche, eine Außen-Gastronomie anzubieten, hätten ebenfalls Anklang gefunden. „Gemeinsam werden wir in diesem Jahr versuchen, das auszuweiten, damit es im Ort noch gemütlicher wird”, verspricht er.

Ausgesprochen dankbar sind die Geschäftsleute der Gemeinde, dass diese ihnen die Chance geboten hat, an den Bausitzungen teil zu nehmen und so von Anfang an bei der Umgestaltung mit zu reden.

Wolfgang Gast: „Damit sind manche Probleme sofort am Tisch erledigt worden.” Dies hätten auch der Bauunternehmer und das Ingenieurbüro im Nachhinein als äußerst nützlich empfunden.

Mehr als ein Stein fiel den Kaufleuten vom Herzen, als klar war, dass die geplante Bauzeit um drei Monate verkürzt werden konnte, hatte vielen doch das verbliebene Baujahr mit Voll- und Teilsperrungen der Hauptstraße teilweise satte Einbußen beschert.

Gast: „Wir hatten Angst, dass jemand den Atem verliert und aufgeben muss. Das war zum Glück nicht der Fall. Nach der Wiedereröffnung sind die Geschäfte sofort gut angelaufen, teils sogar besser als vorher.”

Dies führt die IV Pro nicht zuletzt auf die Tempo-30-Zone und die mit der Gemeinde ausgehandelte, kundenfreundliche Parkregelung in Langerwehe zurück: Freies Parken bis zu zwei Stunden rund um die Hauptstraße. Dass es in der Straße selbst beim zehnminütigen Kurzparken zuletzt teils erhebliche Verkehrsstaus gab, werde sich hoffentlich „einrenken”.

Heinz Herten: „Wenn alle gegenseitig Rücksicht nehmen, müsste das klappen. Sonst haben wir Angst, dass diese Regelung aufgehoben werden muss. Das wäre sehr schade, denn für den Einzelhandel ist es wichtig, dass der Kunde zum kurzfristigen Einkauf vor die Geschäftstüre fahren kann.”

Sind die Wunden der Hauptstraßen-Umgestaltung also weitgehend verheilt, so hat die Inbetriebnahme der Umgehungsstraße B 264 in bestimmten Branchen Narben hinterlassen: Dass der Durchgangsverkehr nun einen Bogen um den Töpferort macht, spüren vor allem die Bäcker und Metzger; eine Tankstelle hat längst dicht gemacht.

Im Gespräch mit der Gemeinde bemüht sich die IV Pro darum, Hinweisschilder zu fabrizieren, die an der Umgehung auf die Attraktionen im Ort hinweisen.

Zwei Wünsche haben die Geschäftsleute noch: den Platz Am Töpferbrunnen (ehemals Zentralparkplatz) attraktiver gestalten und dort einen Supermarkt ansiedeln; bisher sind alle Lockrufe ungehört verhallt . . .