Langerwehe/Schevenhütte: Windkraft im Laufenburger Wald bleibt Thema

Langerwehe/Schevenhütte: Windkraft im Laufenburger Wald bleibt Thema

Ein Jahr, nachdem die EWV-Tochter „Green“ ihre 20 Millionen Euro schwere Investition in die Realisierung eines Windparks mit fünf Anlagen im Laufenburger Wald bei Schevenhütte angekündigt hatte, kommt nun das Aus für dieses Engagement.

„Die Zeit läuft uns davon“, begründete Unternehmenssprecherin Yvonne Rollesbroich die Entscheidung. Aber gegen den politischen Willensbildungsprozess in der Stadt Stolberg als Gesellschafterin könne das kommunale Unternehmen nicht voranpreschen.

Der Entscheidung vorausgegangen war eine erneute Beratung der Koalitionspartner von CDU und SPD. Während die Sozialdemokraten das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans zur Ausweisung weiterer Konzentrationszonen für die Windenergie fortführen wollen, erklärte die CDU angesichts „massiver Widerstände“ aus den betroffenen Orten den Ausstieg. Weil sich beide Fraktionen aber im Koalitionsvertrag verpflichtet hatten, zu einer einheitlichen Meinung zu kommen, ruhte seitdem das Verfahren.

An dieser Haltung konnte auch ein neuerlicher Vorstoß der WSW Energiesysteme Beteiligungsgesellschaft mbH aus Troisdorf, Partner der „Green“ für das Projekt, nichts ändern. Geschäftsführer Benjamin Heep hatte vorgeschlagen, die Abstandsflächen zur Bebauung auf 1000 Meter auszuweiten. Die WSW will allerdings an dem Projekt festhalten.

„Wir werden zunächst das Gespräch mit dem Bürgermeister suchen“, erklärte Heep auf Anfrage. „Aber wir schließen juristische Schritte gegen die Kupferstadt nicht länger aus.“ Dabei verwies der Heep auch auf den zeitlichen Druck angesichts einer sich stets verändernden Lage beim Erneuerbare-Energien-Gesetz, das aufgrund seiner Einspeisevergütungen erheblichen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit von Windparks habe.

(-jül-)
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