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Düren: Wie sieht die Zukunft der Dürener Jazztage aus?

Düren : Wie sieht die Zukunft der Dürener Jazztage aus?

Für Bernd Ohlemeyer stellt sich die Frage nach der Zukunft der Dürener Jazztage gar nicht. „Ich setze alles daran, dass es die Dürener Jazztage auch in Zukunft geben wird“, antwortet er auf die entsprechende Frage. Nach dem unerwarteten Tod des Jazzclub-Vorsitzenden Rolf Delhougne ist nun mit Ohlemeyer der stellvertretende Vorsitzende des Jazzclubs gefragt.

Dabei drängt die Zeit. Terminiert sind die Jazztage in diesem Jahr vom 6. bis zum 10. Juni. Ein Programm gibt es derzeit noch nicht. Auch deshalb, weil mit Norbert Schmitz der für die inhaltliche Ausrichtung Verantwortliche für dieses Jahr nicht mehr zur Verfügung stand. Dennoch: „Von der Organisation her ist das umsetzbar“, sagt Ohlemeyer. Und: „Die Kunst wird darin bestehen, die Jazztage auf breite Füße zu stellen. Eine ‚Ein-Mann-Show‘ kann es nicht mehr geben.“

Ohlemeyer will in den kommenden Tagen die ersten Gespräche führen und alle Interessenten an einen Tisch holen. „Jeder, der seinen Beitrag leisten möchte, ist herzlich eingeladen“, betont er. Ein Angebot, das ausdrücklich auch für den Verein „Planet Jazz“ um Oliver Mark und Henner Schmidt gilt.

Sie hatten in den letzten Jahren die Abschlussveranstaltung in der Christuskirche organisiert, die ursprünglich Teil der Jazztage war. Auch „Planet Jazz“ ist für eine Kooperation offen. Henner Schmidt plädiert für einen runden Tisch aller Verantwortlichen gemeinsam mit den Sponsoren, „um zu überlegen, wie es mit den Jazztagen weitergehen kann“. Allerdings hat Schmidt da eher die Jazztage 2019 im Blick: „Für 2018 würde es schwer werden, kurzfristig ein Konzept auf die Beine zu stellen“, sagt Schmidt, der gerne auch über die grundlegende Ausrichtung der Jazztage reden würde.

„Braucht man eine so teure Infrastruktur? Kann man auch andere Örtlichkeiten nutzen?“, sind dabei nur zwei der Fragen, die sich für Schmidt stellen. Die noch wichtigere dürfte die inhaltliche Ausrichtung sein. Und die der Sponsoren.

Von den ursprünglich vier größeren Sponsoren sind mit der Sparkasse Düren und den Stadtwerken nur zwei übrig geblieben. Veranstaltungen wie die Startbahn Jazz beim Dürener Service-Betrieb liefen immer in Eigenregie. Die wird auch in diesem Jahr definitiv wieder stattfinden, wie DSB-Chef Richard Müllejans auf Anfrage versicherte.

Auch die Sparkasse als Hauptsponsor sagt weiterhin ihre Unterstützung zu: „Wir werden unser Engagement für die Jazztage auf jeden Fall fortführen“, betont Dirk Hürtgen von der Sparkasse Düren, der die Jazztage als eine der markantesten Veranstaltungsreihen in Düren bezeichnet. Hürtgen: „Ich bin zuversichtlich, dass es auch in Zukunft ein ansprechendes Format für die Jazztage geben wird.“