Düren: Wie in Großmutters Küche: Monika Niemöller gibt Einblicke in die Kochkunst

Düren: Wie in Großmutters Küche: Monika Niemöller gibt Einblicke in die Kochkunst

Kochen war eigentlich schon immer Monika Niemöllers große Leidenschaft. Als kleines Mädchen hat die 55-Jährige ihrer Mutter und Großmutter gerne beim Zubereiten des Essens zugeschaut, heute gibt die 55-Jährige beim Katholischen Bildungsforum Kochkurse.

„Ich habe viel Freude am guten Geschmack und koche sehr gerne, vor allem für Gäste. Ich bin bei meiner Mutter in eine sehr gute Schule gegangen“, erzählt die studierte Biologin. „Meine Mutter hat Kochbücher gesammelt. Ich habe also einen großen Fundus an Rezepten.“

„Wie bei Oma“ heißt einer der Kurse von Monika Niemöller, die sich noch gerne an die Sonntage bei ihrer Oma im Münsterland erinnert. „Wir sind sonntags oft zur Großmutter gefahren“, erzählt sie. „Und das, was ich am Donnerstag mit den Kursteilnehmern kochen möchte, hätte dann durchaus auf dem Speiseplan stehen können.“ Los geht es mit einer Hühnersuppe und selbst gemachtem Eierstich, dann gibt es einen Rinderschmorbraten, Salzkartoffeln und Möhrengemüse und zum süßen Abschluss eine Herrencreme. „Viele, und so ist es mir als junge Frau auch gegangen, trauen sich an Gerichte wie Hühnersuppe gar nicht ran. Dabei ist die Zubereitung überhaupt nicht schwer, man muss sich nur trauen. Es ist viel einfacher, als man denkt.“

„Kochen wie Oma“, das sind für Monika Niemöller gute, saisonale Produkte und besondere Zubereitungstechniken. „Vielleicht haben unsere Großmütter früher etwas zu fleischlastig gekocht“, sagt die Kursleiterin. „Aber so richtig schöne Braten wie den Rinderschmorbraten gab es nur an Sonn- und Festtagen.“ Monika Niemöller kocht gerne mit regionalen und saisonalen Produkten. „Und genau das haben unsere Großmütter ja auch getan.“

Gesunde Ernährung sei ein wichtiges Thema. „Ich weiß ja auch, dass es häufig das Gerücht gibt, dass unsere Großmütter viel zu fettig gekocht hätten. Zum Teil mag das stimmen, aber Fett ist ja auch ein wichtiger Geschmacksträger. Natürlich braucht man für einen Rinderschmorbraten auch fett, aber das muss man ja später nicht alles essen.“

Wer sich gesund ernähren wolle, sollte in erster Linie auf die vielen Fertigprodukte verzichten. „Ich finde es unglaublich, was es alles an Fertigprodukten gibt.

Das muss ein riesiger Markt sein. Besser ist es, ohne auszukommen.“ Monika Niemöller ist davon überzeugt, dass traditionelle Gerichte und traditionelle Zubereitungstechniken Erinnerungen an Kindheit, Heimat und Familie wecken. „Und ich glaube, dass diese Gerichte vielen Leuten deswegen so ganz besonders gut schmecken.“

Eines der Rezepte, die Monika Niemöller am Donnerstag mit den Kursteilnehmern kochen möchte, nämlich das für Herrencreme, hat sie uns verraten.

Die Zutaten: 1 Liter Milch, 70 Gramm Speisestärke, 2 Päckchen Vanillezucker, 4 Esslöffel Zucker, 2 Eigelb, 4 Esslöffel Rum. 100 Gramm Zartbitterschokolade, 400 Milliliter Schlagsahne.

Zubereitung: Stärke und Eigelb mit 100 Milliliter Milch verrühren. Restliche Milch mit dem Zucker aufkochen und die Stärke dazugeben. Den Rum zufügen und gut verrühren. Masse zum Erkalten in eine Schüssel füllen und mit Klarsichtfolie abdecken, damit sich keine Haut bildet. Die Schokolade grob raspeln und zwei Drittel in den Pudding rühren. Sahne steif schlagen und unter den Pudding heben. Die Herrencreme mit den restlichen Schokoladenraspeln bestreuen. Mehr Infos zum Kurs, Donnerstag, 17. März, 18.30 Uhr, unter Telefon 02421/94680.

(kin)