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Wuppertal/Düren: Werscheck vertraut der Hachinger Erfolgssechs

Wuppertal/Düren : Werscheck vertraut der Hachinger Erfolgssechs

Jahrelang war die Bayarena für Dürens Bundesliga-Volleyballer eine schier uneinnehmbare Festung - bis, ja bis zu den Play-offs der letzten Saison.

Im Kampf um den 3. Platz legte das junge Evivo-Team in Wuppertal im April den Grundstein für den Gewinn von DM-Bronze. „Ein Spiel, an das wir uns natürlich gerne zurückerinnern”, betont Evivo-Coach vor dem heutigen Bundesliga-Nachholspiel in Wuppertal (Anpfiff: 19.30).

Allerdings weiß auch er nur zu genau, dass man sich für die Erinnerung ebenso wenig kaufen kann wie für die Testspielsiege gegen Bayer in der laufenden Spielzeit. Mit Blick auf die Qualifikation zur Top-Ligarunde der besten Sechs zählt für beide Teams am heutigen Abend nur ein Sieg, wobei die bereits mit vier Niederlagen behafteten Gastgeber noch ein wenig mehr unter Druck stehen dürften.

Nach dem maßgeblich von einer im Team grassierenden Virus-Grippe beeinflussten Aus im CEV-Pokal zeigte sich Bayer Wuppertal am letzten Bundesligaspieltag gut erholt. Beim 3:1-Sieg in Moers überzeugten vor allem die neuen Außenangreifer, der Australier Andrew Earl und der Spanier Pedro Miralles.

Spieler, auf die sich der Evivo-Block wird einstellen müssen. „Herzstück im Spiel der Bergischen aber ist neben einem sehr guten Aufschlag eine hervorragende Block-Feldabwehr”, hat Werscheck bei eingehender Videoanalyse erkannt. „Wir müssen versuchen, die harten Aufschläge zu entschärfen, um selbst schnell angreifen zu können.”

Dabei vertraut er auf die Sechs, die zuletzt beim glatten 3:0 gegen Unterhaching überzeugte. Einen Grund, die Erfolgsformation zu ändern, sieht der Trainer nicht. Und so wird weiter Sven Dick neben Christian Dünnes auf Außen angreifen, wird Malte Holschen neben Boris Zorica in der Mitte agieren und Heriberto Quero auf der Diagonalen auf das Zuspiel von Ilja Wiederschein warten. Trotz Leistungssteigerung im Training hat Tim Elsner zurzeit schlechte Karten. Joker in der Mitte und auf Außen ist Kapitän Sven Anton.

Einer, der jahrelang auf Dürener Seite versuchte, die Bayarena zu stürmen, tritt diesmal an, sie zu verteidigen: Mittelblocker Jann Habbinga ist nach einjähriger Pause im Bayer-Trikot in die Bundesliga zurückgekehrt, hat aber im Australier Luke Campbell und in Dirk Grübler große Konkurrenz auf seiner Position.