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Kunst- und Handwerkerinnenmarkt: Wer stilvolle Deko sucht, wird hier fündig

Kunst- und Handwerkerinnenmarkt : Wer stilvolle Deko sucht, wird hier fündig

Nachdem der Kunst- und Handwerkerinnenmarkt 2021 erstmalig am Rathaus stattgefunden hatte, öffnete er am Samstag erneut dort seine Pforten. Dass damit ein fester Bestandteil der Niederzierer Kulturveranstaltungen zurückkehrte, fand allseits offene Zustimmung.

Besucher, die auf der Suche nach stilvollen Accessoires für die Dekoration sind, wurden hier ebenso fündig wie jene, die Anregungen, Tipps oder Gestaltungsideen suchen.

Den Gleichstellungsbeauftragten und Organisatorinnen der Gemeinde Niederzier, Anja Schönen und Eva Bozkir, war es gelungen, 100 Ausstellerinnen präsentieren zu können.

Rund um das Rathaus zeigte sich dem Publikum ein sehr vielfältiges und qualitativ hochwertiges Angebot. Neben kunsthandwerklichen Produkten fand man auch Schmuck, Handtaschen, Filzhüte, selbstgemachte Seife, Trockengestecke, Kindersachen, Keramik und vieles mehr.

Aus Nideggen-Schmidt reiste Melanie Frings nach Niederzier an. Zum ersten Mal präsentierte sie ihre Häkelspielzeug. In stundenlanger Handarbeit entstehen bei ihr farbenfrohe Tiere, die allesamt aus Wolle sind. Kunst und Handwerk sind bekanntlich nicht nur zum reinen Anschauen gedacht. An diesem Tag waren die großen und kleinen Besucher herzlich eingeladen, den Ausstellerinnen über die Schulter zu blicken. Bei Melanie Frings am Stand erblickten so Armbänder oder Ketten das Licht der kreativen Häkelwelt.

Es ist immer wieder schön zu vernehmen, dass sich der Markt inzwischen fest im Veranstaltungskalender etabliert hat. Doch wie kam es überhaupt dazu, dass ein solcher Markt stattfindet? „Wir setzen uns als Beauftragte für die Gleichstellung bei der Gemeinde sehr für die Rolle der Frau ein“, sagt Eva Bozkir. „Es ist so, dass viele unserer Aussteller ihre Arbeit hobbymäßig ausführen. Meist leider ausschließlich noch im heimischen Keller“, fügt Anja Schönen hinzu. Die Veranstaltung solle eine Möglichkeit bieten, die Produkte einem größeren Publikum zu präsentieren. Günstige Konditionen waren den beiden Gleichstellungsbeauftragten zudem wichtig. So war der Kunst- und Handwerkerinnenmarkt geboren, und der Erfolg spricht für sich.

Bürgermeister Frank Rombey begrüßte bei der Eröffnung Vertreter aus Rat und Verwaltung sowie diverse Schulleitungen und sonstige Besucher. Dass es schon früh voll war, lag bestimmt auch daran, dass Eva Maria Gaul mit dem Schulchor aller gemeindlichen Grundschulen die Eröffnung musikalisch mit schmissigen Liedern untermalte. Weitere Gruppen der Musikschule waren ganztägig mit von der Partie.

Die Kleinsten hatten die Möglichkeit, am Stand der gemeindlichen Kindergärten beziehungsweise Familienzentren selbst kreativ zu werden. Besonders freute man sich darüber, dass Einrichtungen wie die Wohnanlage Sophienhof gGmbH, die AWO Huchem-Stammeln, der Förderverein der Kita Neue Mitte sowie die OGS Niederzier den Markt mit Angeboten unterstützten.

Märkte wie dieser machen Appetit: So boten die Integrationsarbeit der Gemeinde, die KG Frohsinn Oberzier, die AWO Huchem-Stammeln und die Gesamtschule Niederzier Köstlichkeiten an. Cocktails, gemixt vom Jülicher Damen-Lions-Club, und weitere Spezialitäten haben das kulinarische Angebot abgerundet. Der Erlös hieraus kommt wieder ausschließlich sozialen Zwecken zugute.

(fh)