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Wenn sich der Reifen langsam auflöst...

Wenn sich der Reifen langsam auflöst...

Kreis Düren. „Guten Tag! Dürfen wir bitte mal Ihre Frachtpapiere sehen.” Den Beamten vom Veterinäramt des Kreises Düren ergänzt ein Polizist: „Und die Fahrzeugpapiere bitte!”

Beide nehmen die Unterlagen genau unter die Lupe, schließlich geht es beim zweiten Schwerpunkteinsatz zur Überwachung des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs im Kreis in diesem Jahr um die Erhöhung der Verkehrssicherheit. Die Ordnungshüter ziehen alle Register.

„Treffpunkt” war am Donnerstagmorgen der „Lange Graben” im Gewerbegebiet „Im Großen Tal”. Dort hatte die Polizei zusammen mit der Mobilen Kontrollgruppe des Hauptzollamtes Aachen, dem Staatlichen Amt für Arbeitsschutz in Aachen, dem Arbeitsamt Düren und dem Veterinäramt des Kreises Düren die Kontrollstelle eingerichtet - für fünf Stunden.

Lastwagen- und Omnibusfahrer vor allem auf der B 55 staunten nicht schlecht, als sie mit Krad-Eskorte der Freunde und Helfer ins „Große Tal” gelotst wurden. Solchen „Geleitschutz” erfahren sie schließlich nicht alle Tage.

Kaum war die Aktion angelaufen, schon das erste „Highlight”: Ein Lkw hatte einen Reifen drauf, dessen Gummi sich bereits heftig auflöste. Da war vor Ort direkt auch ein Reifenwechsel fällig.

Wenig später wird ein Lastwagen gestoppt, der Feuerwerkskörper geladen hat - allerdings nicht vorschriftsmäßig festgezurrt.

„Fündig” wird auch Josef Iven: Gleich mehrere Verstöße gegen „Leistungsmissbrauch” - das heißt: Fahrer bezogen Arbeitslosengeld, saßen aber gleichzeitig am Steuer. Auch Fälle illegaler Beschäftigung musste der Vertreter des Arbeitsamtes notieren.

Der Zoll „schnupperte” meist hinter dem Tankdeckel: War wirklich Diesel drin? „Alle Proben in Ordnung”, zog Peter Lorenz ein positives Fazit. Auch bei einem verplombten Container war nichts auszusetzen.

Grund zur Freude auch bei Michael Tings: Das Hauptaugenmerk des Veterinäramts-Vertreters konzentriert sich auf „kühlfrische Ladung”, speziell auf die Hygiene im Fahrzeug. Weder Geflügel, noch Milchprodukte waren zu beanstanden. Und so zeigte sich auch Polizeihauptkommissar Karl-Heinz Hamacher zufrieden mit der Aktion: Die Zahl der Verstöße sei zwar leicht geklettert, dafür sei man aber auf nichts Schwerwiegendes gestoßen.

Das Ergebnis der Verkehrskontrolle

16 Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen

21 Verwarnungsgelder

5 Mängelkarten

7 Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten

1 Kontrollgerät beanstandet

4 Verstöße gegen die in der StVO vorgeschriebene Ausrüstung

4 Mal Ladung nicht richtig gesichert

5 Mal Gefahrgut-Vorschriften missachtet

11 Mal nicht angegurtet

4 sonstige