Düren: Weniger Patienten in der Forensik

Düren: Weniger Patienten in der Forensik

Auftrag und Arbeitsweise der Forensik in die Breite der Bevölkerung hinein tragen soll eine Ausstellung, die derzeit im Bürgerbüro am Markt zu sehen ist. Aus Anlass der in Kürze beginnenden Erweiterungsarbeiten im Forensischen Dorf wollen die Rheinischen Kliniken und der Forensikbeirat sowohl über Konzeption und Arbeitsweise der Klinik als auch über Art und Umfang der Bauarbeiten informieren.

Eines stellten Dr. Erhard Knauer als Direktor der Klinik und der Leiter der Forensik, Dr. Rolf Schellbach-Mathies, vorweg klar: Durch die Bauarbeiten wird weder das forensische Dorf ausgeweitet noch die Zahl der Behandlungsplätze erhöht. Im Gegenteil: Weil andernorts auch Forensik-Plätze entstehen, wird eine Entlastung erfolgen.

Forensische Patienten, die derzeit außerhalb des Dorfes auf dem Klinikgelände untergebracht sind, können in das Dorf zurückkehren. Im Rahmen der 4,5 Millionen Euro teuren Baumaßnahmen wird die Fläche der Werkhalle verdoppelt. Gleichzeitig wird eine Intensiv- Aufnahme- und Therapiestation gebaut.

Deutliche Aussagen machten die Klinikärzte zum Thema Sicherheit. Die Wallmauer bleibt während der Baumaßnahme. Im Inneren des Geländes wird ein Bauzaun dafür sorgen, dass Arbeiter und Patienten nicht in Kontakt kommen.

Seit vielen Jahren warte man auf den Start für die Baumaßnahme, betonte Bürgermeister Paul Larue in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Forensikbeirates.

„Wir haben in guten Zeiten Vertrauen aufgebaut”, betonte der Bürgermeister und stellte fest: „Die Klinik hat sich mit der Stadt und die Stadt mit der Klinik entwickelt.”

Der Forensikbeirat sei aus der Idee geboren, eine Brücke zwischen der Bevölkerung und der Klinik zu bilden: „Damit haben wir gute Erfahrungen gemacht.”

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