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Düren/Jülich: Weißer Ring verabschiedet Mitarbeiter: 32 Jahre unermüdliche Hilfe

Düren/Jülich : Weißer Ring verabschiedet Mitarbeiter: 32 Jahre unermüdliche Hilfe

„Menschen wie Sie gehören zu den Säulen unserer Gesellschaft.“ Jörg Beck, Landesvorsitzender der Opferschutz-Organisation Weißer Ring, verabschiedete mit großem Respekt und Anerkennung einen ehrenamtlichen Mitarbeiter des Weißen Ringes, der in der Region als einer der „Männer der ersten Stunde“ in der Hilfe für Kriminalitätsopfer gilt.

Peter W. Schmitz aus Jülich war von 1982 bis zum 15. März ununterbrochen in verschiedenen Funktionen für die Opferschutzorganisation tätig. Schon kurze Zeit nach Gründung des Weißen Ringes konnte der damalige erste Regionalbeauftragte Jürgen Theilen den Jülicher Pädagogen für die Mitarbeiter in der Opferhilfe und —betreuung gewinnen.

Vom 22. Juli 1982 an arbeitete Peter W. Schmitz ehrenamtlich im Raum Jülich und war von 1993 bis März 2004 Leiter der Außenstelle Düren. „Sie haben ausgesprochen positiv und engagiert gewirkt und dabei Menschenfreundlichkeit und viel Menschenliebe gegeben“, sagte Landesvorsitzender Beck.

In einem persönlichen Schreiben würdigte die Bundesvorsitzende Roswitha Müller-Piepenkötter: „Sie haben den Opfern zugehört und ihnen Mut gemacht“. Als „Säule des Weißen Rings im Kreis Düren“ apostrophierte Eva-Maria Eschbach den scheidenden Kollegen.

Die langjährige frühere Büro- und auch Außenstellenleiterin erinnerte daran, dass in „einer überwiegend täterorientierten Gesellschaft“ der Weiße Ring Überzeugungsarbeit und Bewusstseinsänderung in Sachen Opferhilfe leisten musste. Dazu sei Peter W. Schmitz in seinem 32-jährigen ehrenamtlichen Wirken ein fester Bestandteil und anerkannter Ansprechpartner gewesen.

In der Verabschiedung im Kreis der Mitarbeiter wurde an einem Beispiel deutlich, wie Peter W. Schmitz die Opferhilfe praktisch lebte. Als nach einem Familiendrama in Jülich ein Kleinkind übrig blieb, nahmen Schmitz und seine Ehefrau die Vierjährige zu ihren drei eigenen Kindern in die Familie auf und entließen die junge Frau später in ihr Leben.