Düren: Weihnachtsmarkt: Denkmalschutz verhindert barrierefreie Lösung

Düren: Weihnachtsmarkt: Denkmalschutz verhindert barrierefreie Lösung

Der Weihnachtsmarkt bietet erstmals auch Stände auf der Rathausempore — die aber seien für Rollstuhlfahrer und Menschen mit anderen Behinderungen nicht erreichbar, beklagt Kirstin Fuß-Wölbert, Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes (Kreisgruppe Düren/Heinsberg).

Es sei unglaublich, dass „niemand an das Thema Inklusion gedacht hat“. Fuß-Wölbert fordert die Stadt auf, „schnell eine Lösung zu finden“. Die wird es aber kaum geben können. Die Empore steht nach Angaben der Stadt unter Denkmalschutz. Es sei nicht gestattet, bauliche Veränderungen vorzunehmen. Der Versuch, im Rathaus eine Rampe zu installieren, über die Rollstuhlfahrer durch den alten Eingang auf die Empore gelangen könnten, scheiterte, da die über zwei Stufen führende Rampe zu steil gewesen wäre.

„Ich bedauere das sehr, weil ich mich immer für Rollstuhlfahrer einsetze“, sagt Gerd Suhr, der den Markt auf der Empore mit zwei Kollegen organisiert. Auch die Zufahrt neben dem Feuerengel sei nicht geeignet, da sie bei Regen zu wenig Standfestigkeit biete und überdies zu steil sei.

(inla)
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