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Weichenstellung in Richtung Pünktlichkeit

Weichenstellung in Richtung Pünktlichkeit

Kreis Düren. Wer aus dem Nordkreis per Rurtalbahn nach Düren strebt, um von hier mit dem Zug weiter nach Köln oder Aachen zu reisen, ließ sich in den vergangenen Monaten auf ein Vabanquespiel ein, das nicht selten mit einem außerplanmäßigen Zwischenstopp am Bahnhof Düren verbunden war.

Der Grund für viele Verspätungen sind zwei defekte Weichen, die den Bahnverkehr auf 10 km/h bremsen - mit gravierenden Auswirkungen auf den Fahrplan, vor allem zu Hauptverkehrszeiten.

„Wir wissen, wo wir stehen”, mag Hans-Peter Nießen, Geschäftsführer der Rurtalbahn GmbH, nicht lange um dieses Problem herumreden. Wenn es nach dem teilprivatisierten DKB-Ableger ginge, wären die beiden Schwachpunkte im Gleisnetz längst beseitigt.

Doch die Verhandlungen zum Kauf des Bahnhofsteils Nord in Düren von der Deutsche Bahn AG (DB) ziehen sich länger hin, als zunächst geplant, und damit auch die Betriebsführung für den betroffenen Schienenstrang.

Um bei den neuralgischen Weichen endlich weiter zu kommen, für deren Umbau bereits 100.000 Euro im Umbauplan eingestellt sind, hat die Rurtalbahn bei der DB nun die vorzeitige Übertragung der Betriebspflicht beantragt.

Beide Unternehmen sind sich darüber zwar im Grundsatz einig, doch muss noch die Aufsichtsbehörde der DB zustimmen. Wenn dieses schriftlich vorliegt, kann die Rurtalbahn mit dem Umbau beginnen, der innerhalb von zwei Nächten über die Schiene geht. Die notwendigen Ersatzweichen liegen schon bereit.

Während der Baubeginn noch nicht ganz klar ist, packt das Unternehmen umgehend ein anderes Problemfeld an. Nach Verspätungen und anderen Betriebsstörungen fühlten sich die Kunden häufig schlecht oder gar nicht informiert.

Um solche Beschwerden über Kommunikationsstörungen zu vermeiden, hat sich das Unternehmen professioneller Hilfe versichert. Ende des Monats unterzieht eine Psychologin die Zugführer einer intensiven Kundendienst-Schulung.