Düren: Weiberfastnacht: Damit 4000 Jugendliche ausgelassen feiern können

Düren : Weiberfastnacht: Damit 4000 Jugendliche ausgelassen feiern können

Das Ziel ist schnell erklärt: „Wir wollen für Jugendliche einen geschützten Raum schaffen“, sagt Ansgar Kieven, Leiter des städtischen Jugendamts, „in dem sie an Weiberfastnacht friedlich und fröhlich Karneval feiern können“. Seit mehr als 30 Jahren koordiniert das Jugendamt mehrere Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche an Weiberfastnacht.

Die zentrale Party für Jugendliche und junge Erwachsene findet am Donnerstag, 8. Februar, von 12 bis 17 Uhr auf dem Kaiserplatz statt.

Insgesamt sind mehr als 200 Helfer von Jugendamt, Ordnungsamt, Polizei, Feuerwehr, Deutschem Roten Kreuz, den Krankenhäusern und dem Dürener Service Betrieb im Einsatz, um den Jugendlichen einen unbeschwerten Tag zu ermöglichen. Kieven: „Wir möchten eine altersangemessene Veranstaltung anbieten, die von den Jugendlichen akzeptiert wird. Gleichzeitig ist uns aber natürlich auch sehr wichtig, dass die jungen Leute pädagogisch betreut werden.“

Wie immer herrscht in der kompletten Innenstadt ein Glasverbot, auch der Verkauf von Alkohol in Glasbehältnissen ist untersagt. An den Zufahrtsstraßen zum Kaiserplatz werden Straßensperren mit Fahrzeugen eingerichtet.

Alle Jugendlichen, die auf dem Kaiserplatz feiern möchten, müssen durch eine Kontrolle, bei der auch die Taschen überprüft werden. „Für die Jugendlichen ist das überhaupt kein Problem“, sagt Peter Junker vom Jugendamt. „Sie kennen es von Festivals oder großen Konzerten, dass sie in einem abgetrennten Bereich mit umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen wie Taschenkontrolle und Leibesvisitation feiern. Das funktioniert wirklich sehr gut.“

Die Stimmung steuern

Für Stimmung sorgen auf dem Kaiserplatz DJ Sandro Daiz (Sascha Dick) und die Band „Zack“. Junker: „Der DJ hat einen sehr wichtigen Job. Er kann über die Musikauswahl und seine Ansprache der Jugendlichen die Stimmung auf dem Platz steuern.“ Darüber hinaus sind auch etliche Mitarbeiter von städtischen Jugendrichtungen bei der riesigen Fete, zu der rund 4000 Jugendliche erwartet werden, im Einsatz. Junker: „Frühes Eingreifen ist unsere Devise. Das heißt, wenn wir irgendwie bemerken, dass es Streitereien gibt oder jemand vielleicht doch zu viel getrunken hat, greifen wir sofort ein. Es gibt einen Bereich, in dem die Jugendlichen sich ausruhen können.“

Dass sich das Konzept, das in den vergangenen Jahren immer mehr verbessert worden ist, bewährt, zeigen die Zahlen. Die Menge der Einsätze von Ordnungsamt, Polizei, Sicherheitsdienst und Rettungskräften hat sich in den vergangenen Jahren nahezu halbiert. Junker: „Wir müssen immer weniger Platzverweise aussprechen. Mittlerweile ist es sogar so, dass die Jugendlichen, die auf dem Kaiserplatz feiern, den geschützten Rahmen als Vorteil ansehen.“ Möglich ist die Karnevalsparty, für die die Jugendlichen keinen Eintritt zahlen müssen, nur Dank der Unterstützung zahlreicher Sponsoren. „Die Veranstaltung“, sagt Junker, „kostet rund 20.000 Euro. Einen Teil übernimmt die Stadt, einen erheblichen Betrag finanzieren wir mit Hilfe von Sponsoren.“