Das Wetter im Dürener Land: Wechselhafte Witterung im August

Das Wetter im Dürener Land : Wechselhafte Witterung im August

Im August gab es im Kreis Düren Sonne, aber auch einige Regentage, dennoch war er einer der wärmsten Sommer seit 1936. Die Trockenheit hält weiter an, daran ändern auch die Regenfälle und die Gewitter nichts.

Die wechselhafte Witterung im August war für alle deutlich angenehmer als die andauernde Hitze in den Vormonaten. Regenfälle in der ersten Monatshälfte und Gewitter konnten die anhaltende Trockenheit aber nicht beenden.

Trotz des Aufs und Abs der Temperaturen wurden deutlich positive Mitteltemperaturen gemessen. Die Abweichung vom Langzeitwert lag in Kall-Sistig bei plus 1,7 Grad (Mitteltemperatur 19,3 Grad) und in Nörvenich bei plus 1,5 Grad (Mitteltemperatur 19,6 Grad).

Deutlich wärmer waren im Raum Düren die Augustmonate der Jahre 2018, 2003, 1997 und vor allem 1947 (Mitteltemperatur 20,8 Grad).

Erst im letzten Monatsdrittel kam die Sommerhitze und Schwüle noch einmal ins Dürener Land zurück. Folgende Spitzenwerte wurden von den Wetterstationen festgehalten: Heimbach-Hasenfeld und Drove 33.8 Grad, Vettweiß 33.6 Grad, Düren 33.5 Grad, Nörvenich 33.0 Grad, Aldenhoven 32.7 Grad, Heimbach 31.8 Grad, Kermeter 31.6 Grad, Schmidt 31.2 Grad und in Vossenack 31.0 Grad.

Mit 14 bis 16 Sommertagen über 25 Grad in den Niederungen und acht bis zehn Sommertagen in der Rureifel lag man deutlich über den Durchschnittswerten.

Die Tiefstwerte waren vor allem in den Tallagen von Kall und Rur zu finden. So meldete das Dürener Rurtal am 14. August ein Minimum von fünf Grad am Erdboden.

Bis zum Ende der Sommerferien am 27. August profitierten die Eifelregion und das Bördenland zudem von zahlreichen Sonnenstunden. Die Sonnenscheindauer lag aber im August etwas über dem langjährigen Mittel. Tiefdruckgebiete mit vielen Wolken schmälerten zeitweise die Sonnenausbeute, erst zum Schulstart brachte ein neues Hoch viel Sonnenschein. Hier einige Summen der Sonnenscheindauer: Aldenhoven 274 Stunden, Drove 260, Vettweiß 243, Schmidt 233, Düren und Nörvenich 232, Hasenfeld 208 und in der Heimbach 195 Stunden.

Das größte Interesse gilt aber seit Monaten den Niederschlägen im Kreisgebiet. Die Regenmengen lagen im August selten im Sollbereich, meist deutlich darunter. Die Austrocknung des Bodens wurde aber fortgesetzt, das zeigen folgende Werte vom Wilden Weg auf dem Kermeter. Insgesamt fielen dort 46 l/qm Niederschlag aber die Verdunstung erreichte 105 l/qm, ein deutliches Defizit für die Böden. Hier einige Regensummen für ihren persönlichen Vergleich: Düren-Hoven 35 l/qm, Heimbach und Schmidt 36 l, Hasenfeld 37 l, Vlatten 39 l, Düren 41 l, Drove und Hergarten 44 l, Vettweiß 45 l, Vossenack 48 l, Weisweiler und Brandenberg 49 l, Nörvenich 51 l, Aldenhoven 54 l und am Tagebau Hambach 63 l/qm.

Zum Abschluss noch eine Bemerkung zum Sommer 2019 (1. Juni bis 31. August). Im Raum Düren-Jülich gibt es folgende Reihenfolge der wärmsten Sommermitteltemperaturen seit 1936: 2003 mit 20,5 Grad, 1947 mit 20,1 Grad, 2018 mit 19,9 Grad, 1976 mit 19,6 Grad, 2019 mit 19,5 Grad.

(kjl)
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