Stockheim: Waldkindergarten: Eltern hoffen auf mehr Anmeldungen

Stockheim: Waldkindergarten: Eltern hoffen auf mehr Anmeldungen

Sieben Kinder besuchen derzeit den Waldkindergarten in Stockheim. „Das sind zu wenige, um die Einrichtung wirtschaftlich betreiben zu können“, erklärt Uli Lennartz, Geschäftsführer des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF), der Träger der Einrichtung ist.

Und auch der Blick auf die Anmeldezahlen zeigt: Ab Oktober ist mit zehn Kinder zu rechnen, bis dahin sind nach den Ferien aber nur fünf Kinder angemeldet. Jetzt sorgen sich die Eltern der Waldkinder um den Fortbestand der Einrichtung. „Wir sind von dem pädagogischen Konzept überzeugt und wären traurig, wenn es keinen Waldkindergarten im Kreis Düren mehr geben würde“, sagt Dirk Bauer, ein Vertreter der Eltern. Den Eltern gefällt, dass die Kinder im Waldkindergarten die vier Jahreszeiten mit allen Sinnen erleben und wichtige Erfahrungen in der Natur und im Umgang mit dieser machen.

„Der Waldkindergarten bietet Dinge, die in unserer modernen Lebensweise meist zu kurz kommen: Tagein, tagaus Bewegung in freier Natur, Erleben und Lernen in einer Gruppe sowie der Aufbau eines freundschaftlichen und harmonischen Verhältnisses zu allem Natürlichem und Lebendigen“, sagen die Eltern. Sie bedauern, dass die Einrichtung und ihr pädagogisches Konzept nicht bekannt seien und setzen darauf, dass der SkF die Einrichtung nun stärker bekannt macht.

Kursierenden Gerüchten, dass der SkF Eltern, die Kinder anmelden wollten, abgewiesen habe, entgegnet der SkF-Geschäftsführer: „Wir verhindern keine Aufnahmen. Wir bemühen uns, Lösungen zu finden, damit der Waldkindergarten weiterbetrieben werden kann.“ Am 10. März treffen sich Skf und Eltern erneut mit Vertretern des Kreisjugendamtes, um nochmal über die Zukunft zu sprechen.

„Mindestens 15 Kinder müssten wir zum Meldetermin Mitte März im Waldkindergarten haben“, sagt Lennartz auch im Hinblick auf die Regelungen des Kinderbildungsgesetzes. Er hat Verständnis dafür, dass die Eltern sich Sorgen machen, bittet jedoch auch um Verständnis für die Sichtweise des SkF. „Wenn eine Einrichtung nicht wirtschaftlich betrieben werden kann, müssen wir die Konsequenzen daraus ziehen.“ Eltern können sich bei Ines Minx vom SkF unter Telefon 02421/2843121 oder 0170/5700864 melden.

(smb)
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