Nideggen: Wähler strafen Margit Göckemeyer ab

Nideggen: Wähler strafen Margit Göckemeyer ab

In zwei Wochen sieht man sich wieder: Die Namen von Marco Schmunkamp und Peter Hüvelmann (CDU) werden dann zur Stichwahl um das Nideggener Bürgermeisteramt auf dem Stimmzettel stehen. Bürgermeisterin Margit Göckemeyer ist abgewählt worden.

Als acht von zehn Stimmbezirke ausgezählt waren, sah es fast nach einem Durchmarsch des Nideggener Ordnungsamtsleiters Marco Schmunkamp aus — bei 49 Prozent der Stimmen lag er, bevor das Wahlergebnis von Brück und die Stimmen der Briefwähler eintrudelten.

Schmunkamp konnte sein Glück kaum fassen. „Mit so einem Ergebnis habe ich nicht gerechnet. Ich glaube die Bürger wollen einen Nideggener, der die nötige Verwaltungserfahrung mitbringt“, sagte Schmunkamp. Dass am Ende zum Durchmarsch doch noch sieben Prozent fehlten und das Ergebnis bei 43,2 Prozent lag, dürfte ihn eher erleichtern: „Ich muss in den kommenden zwei Wochen die Menschen, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben, motivieren, noch einmal an die Urne zu gehen.“

„Mit Arbeit zufrieden“

Dass Bürgermeisterin Margit Göckemeyer von ihrem mageren Ergebnis noch unter 20 Prozent enttäuscht war, versteht sich von selbst. Vor der Wahl war sie fest davon ausgegangen, in der Stichwahl zu landen: „Ich kann es nicht ganz verstehen. Im Wahlkampf hatte ich eine andere Wahrnehmung, was meine Unterstützung betrifft. Ich bereue meine Zeit in Nideggen aber nicht. Ich hatte meine Arbeit nicht auf meine Wiederwahl, sondern darauf ausgelegt, Nideggen wieder nach vorne zu bringen und bin mit der von mir geleisteten Arbeit auch zufrieden.“

Diese Zufriedenheit dürfte sich bei der Nideggener CDU hingegen noch nicht so richtig einstellen. Ihr Kandidat Peter Hüvelmann schaffte es mit 26,9 Prozent immerhin in die Stichwahl — aus seiner Sicht „ein gutes Ergebnis“. Peter Hüvelmann: „Jetzt gibt es nur noch zwei Kandidaten, aber viele Stimmen sind neu zu vergeben. Wir werden in den nächsten 14 Tagen einen intensiven Wahlkampf führen, und ich bin zuversichtlich, dann bei der Stichwahl zu gewinnen.“

(bugi)
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