Wachsende Schülerzahlen in Nörvenich zwingen die Gemeind ezum Handeln

Schulneubau für Nörvenich? : 477 Schüler brauchen 21 Klassenräume, elf fehlen

Die Neffeltalgemeinde wächst. Seit Bürgermeister Dr. Timo Czech (CDU) im Amt ist, entstehen jährlich neue Wohngebiete. Das hat auch Einfluss auf die Schülerzahlen.

„Wir wissen“, erklärte der Verwaltungschef bei der Ratssitzung, „dass aufgrund geburtenstarker Jahrgänge die Schülerzahen in den nächsten Jahren von 220 auf 350 Schüler ansteigen. Darüber hinaus gibt es Prognosen, die auch die Kinder aus unseren neuen Neubaugebieten berücksichtigen, wonach es bis zum Jahr 2022 zu einem Anstieg auf 477 Grundschüler kommen kann. Das ist ein Plus von fast 123 Prozent.“

Die Verwaltung hat bereits mehrere Möglichkeiten geprüft, beispielsweise die Nutzung von Räumlichkeiten im Keller der Sporthalle, eine Reaktivierung der Alten Schule Pingsheim oder die Nutzung der Neffeltalhalle für die Offene Ganztagsgrundschule. Alle drei sind allerdings nicht praktikabel – der Platz ist einfach zu gering. Als beste Lösung bewertet die Gemeinde einen dreistöckigen, barrierefreien  Neubau mit elf Klassenräumen. Die Kosten werden auf rund drei Millionen Euro geschätzt, die Bauzeit soll drei Jahre betragen. Bürgermeister Czech betonte, dass „absoluter Handlubgsbedarf“ besteht. „Wir brauchen bald eine Lösung, um alle Kinder versorgen zu können.“

Die Ratsmehrheit konnte dem Vorschlag Schulneubau am Donnerstagabend nicht folgen. Vielmehr wurde entschieden, dass die Ratsmitglieder bis Mittwoch weitere Vorschläge für eine Grundschulerweiterung bei der Verwaltung einreichen können. Die sollen dann geprüft werden. Eine endgülitige Entscheidung soll bei der nächsten Ratssitzung getroffen werden.

(kin)