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Justiz im Nationalsozialismus: Vortrag über das „Sondergericht Aachen“

Justiz im Nationalsozialismus : Vortrag über das „Sondergericht Aachen“

Die Geschichte der Justiz im „Dritten Reich“ und des sogenannten „Sondergerichts“ in Aachen ist Thema eines Vortrags in Düren am Donnerstag.

Die Juristen des „Dritten Reiches“ dienten einem Regime, das die Grundrechte aufgehoben und die Prinzipien des Rechtsstaates restlos beseitigt hatte. Sie wurden mit Gesetzen konfrontiert, die staatliches Unrecht förderten und auch forderten – das schreiben die Veranstalter der Vortragsreihe „Zwischen „Führer“ und Freiheit – Bombenkrieg und „Befreiung“ an der Rur“: Stadt- und Kreisarchiv Düren und Museum Zitadelle Jülich. Die Richter sollten „Träger der völkischen Selbsterhaltung“ und Gehilfen der Staatsführung sein. 1941 wurde in Aachen ein sogenanntes „Sondergericht“ installiert, das wie alle Gerichte dieser Art besonders schnell und streng entscheiden sollte – was es dann auch tat.

Im Rahmen der Vortragsreihe „Zwischen „Führer“ und Freiheit – Bombenkrieg und „Befreiung“ an der Rur“ wird Dr. Helmut Irmen, Vorsitzender des Dürener Geschichtsvereins und Rechtshistoriker, am Donnerstag, 5. März, um 19 Uhr im Foyer des Hauses der Stadt dieses Sondergericht, von dessen „(Un-) Rechtsprechung“ auch Dürener Bürger betroffen gewesen sind, ebenso in den Blick nehmen wie die Richter und Anwälte dieser Zeit, die Gesetz und Gerechtigkeit den Machtansprüchen des Nationalsozialismus bedingungslos untergeordnet haben. Der Eintritt ist frei.