Wollersheim: Vor dem „Zoch“ kommt erst die Suppenkanone

Wollersheim: Vor dem „Zoch“ kommt erst die Suppenkanone

Ein kleines Dorf mit großer karnevalistischer Tradition: In Wollersheim fand am Sonntagnachmittag der Karnevalszug der KG Wollersheim 1972 statt. Über 20 Gruppen präsentierten sich den jecken Bewohnern.

Dass die Wollersheimer ihre eigenen Bräuche haben, wurde schon um die Vormittagszeit deutlich: „Los geht es bei uns um 10 Uhr. Da kommt unsere Suppenkanone zum Einsatz, die die Leute mit Erbsensuppe versorgt.“, erklärte Ilona Anacker, von der KG. Um 14 Uhr hieß es dann „De Zoch kütt“, was auch auf einem großen Schild am ersten Wagen stand.

Zunächst bekamen die Wollersheimer ihren Ex-Prinzen „Pinky“ zu Gesicht, dicht gefolgt vom Tambourcorps Boich und der vereinsinternen Showtanzgruppe „Dancing Diamonds“, die in Harry-Potter Kostümen unterwegs war. Viele Unterstützer aus dem Umland bereicherten die bunte Kolonne, so zum Beispiel die KG Berger „Grieläächer“, an dessen Zug die Wollersheimer am Tag zuvor teilgenommen hatten. Auch das Nachbardorf Vlatten war mit zwei Jugendgruppen und dem KV „Vlattener Jonge“ vertreten.

Passend zum Winterwetter erschienen in der Mitte des Zuges die Ehrenamtler der Freiwilligen Feuerwehr in Schneemann-Kostümen. Ihnen folgten schließlich die Wollersheimer Karnevalisten, neben der Jugend auch die Damengarde. Das Schlusslicht bildete der große Prinzenwagen mit Prinz Jens I., der fleißig Kamelle und andere Süßigkeiten an sein Volk verteilte.

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