Heimbach: Von Schmiedekunst bis Aquaskopbasteln beim Kinderfestival in Heimbach

Heimbach : Von Schmiedekunst bis Aquaskopbasteln beim Kinderfestival in Heimbach

Über der schnell dahinfließenden Rur schwebte eine dünne, aber gut sichtbare Dunstschicht. Ein Zeichen, dass überaus warme Luft auf das kalte Wasser traf. Dies hielt jedoch niemanden davon ab, das große Kinderfestival im Heimbacher Kurpark zu genießen.

Ziemlich am Anfang des Areals Richtung Stadt agierte Schmiedemeister Christoph Riem aus Abenden an einer alten, kleinen Feuerstelle. Geduldig schaute der Meister zu, wie die siebenjährige Marlene mit einem Hammer, einem geröteten Stück Eisen und einer Zange an dem kleinen „Herd des Metallarbeiters“ und einem Amboss hantierte. Marlene sollte am Ende des Eisens eine spitze Fläche formen. Es hätte ein Meißel daraus werden können. Marlenes Vater schaute dem Treiben seiner Tochter mit Wohlwollen zu. „Tanzen kann ich aber besser“, klärte die Siebenjährige die Herumstehenden auf.

In einem Springbrunnen schwammen bunte Entchen, die geangelt werden mussten. Das Familienzentrum Hasenfeld ließ an Schnürriemen Namenketten basteln. Daneben wurden Kinder geschminkt. Auch Papierflieger wurden gefaltet. Und der „Schnelle Emil“ hatte zahlreiche Spielgeräte über die Wiese verstreut. Die Internationale Kunstakademie Heimbach war mit einigen Dozenten vor Ort und übte das richtige Malen auf große Leinwänden.

Was ist ein Aquaskop? Es ist ein „Unterwasser-Guckrohr“. Interessierte Kinder und Jugendliche konnten sich ein solches Sichtgerät basteln, mit dem sie unter Wasser spannende Entdeckungen machen können. Mitten im Festpark lernten Kinder und Jugendliche den richtigen Trommelwirbel. Auch Angestellte des Nationalparks Eifel lieferten Informationen über ihr Tun.

„Wir sind stolz auf unser Kinderfestival“, sagte Bürgermeister Peter Cremer, „das zum dritten Mal im Rahmen des Sommerfestes stattfindet.“ Die Veranstaltung sei eine gelungene Kooperation zwischen der Stadt Heimbach und dem Verein „Heimbach Tourismus“.

Das Sommerfest endete am Abend mit der Kommerner Coverband „Strike Up“, die mit Rock, Pop und Partymusik für den rechten Schwung sorgte und dem Publikum einheizte.

(bel)
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