Kommentar zu zwei Großveranstaltungen: Von „Höhner“ bis Bourani und zurück

Kommentar zu zwei Großveranstaltungen : Von „Höhner“ bis Bourani und zurück

Dass der Dürener Stadtlauf und der Radklassiker „Rund um Düren“ beide am 7. April stattfinden, ist mehr als unglücklich, aber vermutlich diesmal einfach nicht anders zu machen. Den Veranstaltern ist das Problem bewusst, mit Hilfe von noch frühzeitigerer Planung wollen sie es lösen.

Darüber hinaus gibt es aber im Dürener Land im Frühjahr und Sommer solch eine Fülle von Veranstaltungen, dass man fast den Eindruck bekommen kann, dass jeder plötzlich ein Konzert veranstalten will. Tommy Engel singt am 3. Mai im Haus der Stadt. Sechs Stunden Karnevalsmusik mit zig Bands aus Köln gibt es einen Tag später beim „Kölschen Frühling“ in der Arena. „Brings“ spielen am 10. Mai in Niederzier, die „Bläck Fööss“ am 21. Juni am Badesee. Und es geht munter weiter: Wincent Weiss und Andreas Bourani bitten gar am gleichen Tag (6. Juli) zu ihren Konzerten an die „Dürener Adria“ und auf Burg Nideggen.

Am 13. Juli treten die „Höhner“ in Niederzier auf, und ob es dann noch genug Zuschauer für das Konzert mit „Köbes Underground“ am 24. August im Rahmen des Mundartfestivals im Willy-Brandt-Park gibt – ich weiß es nicht. Zumal die Eintrittskarten auch nicht gerade günstig sind. Die meisten kosten um die 40 Euro, die „Kölsche Nacht“ (25) und das Mundartfestival (31) sind (noch) günstiger, Bourani (56) wiederum deutlich teurer.

Vermutlich werden jetzt die Konzertveranstalter ähnlich argumentieren wie die von den Sportevents: Konzerte finden dann statt, wenn der Künstler im Rahmen seiner Tournee Zeit hat. Dennoch: Manchmal ist weniger einfach mehr. Und die zahlreichen kleineren Konzerte, ganz oft ehrenamtlich gestemmt, von denen hier bisher noch gar nicht die Rede war, haben durchaus auch ihre Berechtigung.

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