Düren: Vom „Jeckes“ zur anerkannten Fachklinik

Düren: Vom „Jeckes“ zur anerkannten Fachklinik

Die LVR-Klinik Düren hat in den vergangenen Jahren einen Erneuerungs- und Wandlungsprozess absolviert, der sich deutlich auf die Versorgungsqualität psychisch Kranker auswirkt. Allein die derzeit umfangreichen Neubaumaßnahmen lassen erkennen, dass sich das Gesicht der Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, vor vielen Jahren noch etwas abschätzig „Jeckes“ genannt, verändert hat und auch zukünftig anhaltend wandeln wird.

Mit einem Tag der offenen Tür am 30. August von 11 bis 17 Uhr wollen Klinikvorstand und Mitarbeiterschaft Bürgern aus Stadt und Kreis Düren unter dem Motto „Vielfalt erleben!“ Gelegenheit geben, sich ein ausführliches Bild zu machen.

Zentraler Veranstaltungsort ist das große Festzelt auf der Wiese in der Klinikmitte an der Meckerstraße 15. Hier gibt es unter anderem Gelegenheit, an Informationsständen Wissenswertes über therapeutische und pflegerische Konzepte, die Arbeit der Seelsorge und der Ergotherapie zu erfahren. Verkaufsstände der Gärtnerei und der Arbeitstherapie, Präsentationen der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege, der Ergotherapie-Schule und zum Bundesfreiwilligendienst runden das Bild ab.

Eine Führung durch das Klinikgelände mit Gärtnermeister Theo Reinartz, Besichtigungen technischer Anlagen mit Technikleiter Wolfgang Furch und der von Pastoralreferentin Nicoline van den Bos-Nicolai begleitete Gang durch die Klinikkirche verschaffen weitere Eindrücke. Hermann-Josef Peters, Mitarbeiter der Klinik, trägt selbst verfasste Gedichte unter musikalischer Begleitung vor; der „1. Rock’n Roll Club Düren“ sorgt am Nachmittag für beschwingte Stimmung.

Auch die fachliche Information kommt nicht zu kurz. Bernd Pohlmann, pflegerischer Mitarbeiter, stellt den „Snoezelen-Raum“ interessierten Gästen vor; hier handelt es sich um ein spezielles Konzept zur Erreichung umfassender Entspannung.

Die Gefahren der Drogen

Dr. Ulrike Beginn-Göbel, die Ärztliche Direktorin, referiert zu der Frage, welche Möglichkeiten der Behandlung es im Fall einer psychischen Erkrankung gibt, Chefarzt Dr. Norbert Weißig spricht über psychosomatische Krankheiten, und Chefärztin Dr. Antje Niedersteberg berichtet über die Gefahren der so genannten „legal highs“ — Drogen, die als Kräutermischungen, Lufterfrischer oder Badesalze für großes Unheil sorgen.

In Haus 5 wird ab 12 Uhr zur Finissage geladen: Kunsttherapeutin Anita Derbe und Jeannine Bruno vom Leopold Hoesch Museum präsentieren die Ergebnisse der von namhaften Künstlern in den zurückliegenden Monaten geleiteten Workshops und Bilder, die bei der Arbeit mit Flüchtlingskindern entstanden sind.

Dr. Ulrike Beginn-Göbel, Pflegedirektorin Sarina C. Schreiber und Michael van Brederode vom Klinikvorstand freuen sich, dass durch das Engagement Mitarbeitern die Möglichkeit gegeben wird, die Vielfalt des Alltags einer modernen Klinik erlebbar zu machen.

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