Vossenack: Volkstrauertag: Landrat fordert Einsatz für Frieden und Freundschaft

Vossenack: Volkstrauertag: Landrat fordert Einsatz für Frieden und Freundschaft

„Der Wahnsinn des militärischen Aufrüstens muss ein Ende finden”, appellierte Landrat Wolfgang Spelthahn am Volkstrauertag an alle Menschen, sich jeden Tag aufs Neue für „Frieden und Freundschaft” einzusetzen und Konflikte nicht kriegerisch zu lösen.

Der Kreisverband Düren im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge veranstaltete seine zentrale Feierstunde erneut auf dem Ehrenfriedhof in Vossenack. Erstmals wurde auch im Namen des Bundesverteidigungsministers ein Kranz vor dem Ehrenkreuz niedergelegt.

„Ist ein solcher Gedenktag auch 65 Jahre nach den schrecklichen Geschehnissen des Zweiten Weltkriegs noch sinnvoll?”, stellte Spelthahn eine Frage, die er selbst beantwortete: „Wir schulden es den Millionen Opfern des Ersten und Zweiten Weltkriegs, den Opfern von Unterdrückung und Vertreibung, den Opfern aller Kriege auf dieser Welt und den Opfern des Terrors, dass wir ihnen zuhören.” Die Botschaft der Toten laute: „Haltet Frieden!”

Der Volkstrauertag müsse angesichts der „Generationen, die auf den Schlachtfeldern verbluteten” und der beiden von Deutschland ausgehenden Weltkriege samt ihrer Gräueltaten mehr als ein Tag des Trauerns sein. „Es ist ein Tag des Erinnerns und Mahnens”, betonte Spelthahn.

Tag des Mahnens

Gleichzeitig sei der Volkstrauertag aber auch ein Tag der Hoffnung auf eine Welt ohne Blutvergießen, Terror und Krieg. „Wir müssen den deutschen Soldaten, die mit Mandat des Bundestags im Ausland im Einsatz sind, um den Frieden zu wahren, unsere Wertschätzung zeigen”, forderte der Landrat. „Wir schulden diesen Menschen unsere Solidarität.”

Als weiteren Grund, den Volkstrauertag als Tag der Mahnung zu begehen und der Toten zu gedenken, nannte Spelthahn die Dankbarkeit. „Keine Generation vor uns konnte sich über 65 Jahre Frieden freuen”, hob Spelthahn hervor. Er warnte deshalb davor, Frieden als eine Selbstverständlichkeit zu betrachten. Auch angesichts der derzeitigen finanzpolitischen Spannungen gelte es, die Idee eines geeinten Europas, die er als „Symbol der Hoffnung” bezeichnete, in den Herzen der Menschen lebendig zu erhalten und die Idee zu leben. Der Einsatz für Frieden und Freundschaft, wiederholte Spelthahn, sei jeden Tag aufs Neue gefragt.

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