„Unser Dorf hat Zukunft“: Vlatten und Vossenack werden mit Silber belohnt

„Unser Dorf hat Zukunft“ : Vlatten und Vossenack werden mit Silber belohnt

Die schönsten Dörfer in Nordrhein-Westfalen sind Himmighausen, Stadt Nieheim im Kreis Höxter, Louisendorf, Gemeinde Bedburg-Hau im Kreis Kleve, Lückert, Stadt Hennef im Rhein-Sieg-Kreis, Schaephuysen, Gemeinde Rheurdt im Kreis Kleve und Sögtrop, Stadt Schmallenberg im Hochsauerlandkreis.

Das ist das Ergebnis des Landeswettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft 2018“. Umweltministerin Ursula Heinen-Esser hat im Beisein von Kammerpräsident Karl Werring auf dem Düsser Bauernmarkt die Sieger der Goldmedaillen sowie 25 Silber- und 14 Bronzemedaillen bekannt gegeben. Die fünf Golddörfer werden Nordrhein-Westfalen beim Bundesdorfwettwerb 2019 vertreten.

Doch auch die Vertreter aus dem Kreis Düren dürfen sich freuen: Silber ging an Einwohner von Vlatten wie auch an die Bewohner von Vossenack, Raffelsbrand und Simonskall. Insgesamt hatten sich 44 Gemeinden und Gemeindeteile aus 23 Kreisen von 580 schönen Dörfern mit bis zu 3000 Einwohnern für den Landeswettbewerb qualifiziert, den die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen durchführt.

„So eine Preisverleihung ist schon etwas ganz Besonderes!“, betonte die Ministerin in ihrer Begrüßung. Dabei dankte sie auch der Stadt Heinsberg für die Gastfreundschaft und die Bewirtung während der Veranstaltung. Die Ministerin erinnerte in ihrer Rede an die Tradition des Wettbewerbs. Hätten vor über 50 Jahren noch schöne Fassaden und Blumenschmuck im Vordergrund gestanden, gehe es heute um die Zukunftsfähigkeit der Dörfer, erklärte sie. Und deren Situation sei schwierig.

„Wo treffen sich die Menschen denn noch, wenn die letzte Dorfkneipe schließt?“, fragte sie in die Runde und überlegte spontan, ihre Kollegin Ina Scharrenbach im Heimatministerium um ein neues Förderprogramm für Dorfkneipen zu bitten. Das brachte ihr großen Applaus ein. Aber auch eine gute Versorgung mit schnellem Internet und Mobilfunk sei entscheidend für die Überlebensfähigkeit des ländlichen Raums, um einer Landflucht entgegenzuwirken, betonte sie.

Stolz auf ihre Auszeichnungen: die Vertreter aus Vossenack, Raffeldbrand und Simonskall sowie die Bürger aus Vlatten mit Bürgermeister Peter Cremer (Mitte). Foto: Anna Petra Thomas

Nach der Verleihung der Plaketten und der Sonderpreise ging Heinens Dank an die Jury, zu der aus Gangelt auch Bürgermeister Bernhard Tholen und Bernhard Conzen, Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV) gehörten, ebenso an das Trommler- und Pfeifercorps aus Kalterherberg für die musikalische Gestaltung.

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