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Düren: Visteon-Mitarbeiter lassen Ballons steigen

Düren : Visteon-Mitarbeiter lassen Ballons steigen

Gegen die Pläne der CDU, die im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat Einschnitte in die Tarifautonomie fordert, laufen die Gewerkschaften Sturm.

Am Rande einer Betriebsversammlung machten Mitarbeiter des Visteon-Werks am Montag ihrem Unmut Luft. Symbolisch ließen sie im Beisein des IG-Metall-Bevollmächtigten Paul Zimmermann Luftballons in den Himmel steigen.

Die Metaller befürchten, dass bei Aushebelung der Flächentarifverträge der Betriebsrat bei weiteren auch bei Visteon im Raum stehenden Einsparungen massiv unter Druck gesetzt werden könnte und damit in letzter Konsequenz Arbeitsbedingungen unter Tarifniveau drohen, ohne dass Rücksprache mit der Gewerkschaft genommen werden muss.

„Wir verstehen unsere Aktion als Signal an die Politik, alles beim Alten zu belassen”, so Paul Zimmermann, der am Mittwoch in Begleitung Betroffener auch mit Dürens Politik diskutieren möchte.

Nach den 175 Entlassungen in diesem Jahr, die zurzeit über einen Sozialplan abgewickelt werden, sind bei Visteon in Düren zum 1. Januar noch 877 Arbeitnehmer beschäftigt. Da das Werk aber weiter rote Zahlen schreibe, so Zimmermann, seien weitere Einsparungen programmiert.