Düren: Vielfältige Klangfarben und klare Formen

Düren: Vielfältige Klangfarben und klare Formen

„Musik im Exil” lautet die Überschrift eines Kammerkonzerts, zu dem die Evangelische Gemeinde am Sonntag, 21. Februar, um 18 Uhr in die Christuskirche einlädt. Musikalische Schätze der im Nationalsozialismus verfolgten Komponisten zu bergen und gleichzeitig diesen eine Art Wiedergutmachung zu leisten, ist das Bestreben des „Jansa Duos”, bestehend aus Christine Rox (Violine) und Klaus-Dieter Brandt (Violoncello).

Bereits im vergangenen Jahr begeisterten sie das Dürener Publikum mit einem Programm von Barock bis klassischer Moderne durch ihre intensive Spielweise und ihr hochsensibles Zusammenspiel.

Die herrschende Ideologie

Wie andere Künstler auch, waren Komponisten in der NS-Zeit Verfolgung, Verhaftung und sogar dem Tod ausgesetzt, wenn ihre Werke nicht der herrschenden Ideologie entsprachen und Staatsbürgerschaft, politische Gesinnung oder die Religionszugehörigkeit als weitere „Verfolgungsgründe” hinzutraten.

Viele Musiker gingen ins Exil, wo es nur wenigen gelang, musikalisch so Fuß zu fassen, wie es in Deutschland der Fall gewesen war. Andere landeten sogar in Konzentrationslagern, aus denen sie vielfach nicht zurückkamen.

Nach der NS-Zeit gelang es nur wenigen verfemten Musikern, wieder einen Platz im deutschen Kulturleben zu finden. Die Nachkriegskultur wurde überwiegend von angepassten Musikern geprägt, die nicht daran dachten, den hinausgedrängten Kollegen Platz zu machen.

Im Konzert erwartet die Zuhörer eine spannende und durchaus auch unterhaltsame Hörreise durch vielfältige Klangfarben, sprechende Rhythmik und klare Formgebung. Eintrittskarten zum Preis von 10 Euro (ermäßigt 5 Euro) sind an der Abendkasse erhältlich.

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