Düren: Viel Spaß beim „Feier-Abend“

Düren: Viel Spaß beim „Feier-Abend“

„Feier-Abend“ lautete das Motto im Haus der Stadt, denn zum Feiern gab es einen besonderen Grund: Anlässlich des 30-jährigen Bestehens verbrachte die Selbsthilfegruppe „Crohn-Colitis Ulcerosa“ mit ihren Gästen, der Kölner Band „Die Räuber“ und mit dem Komödianten Marc Metzger alias „Dä Blötschkopp“ einen grandiosen Abend.

Sofort kam Stimmung auf, als Räuber-Frontmann Karl-Heinz Brand sagte: „Düren ist doch der schönste Vorort von Köln.“ Begeistert klatschten und sangen die Leute im voll besetzten Haus der Stadt. Für die Band war es ein Muss, nach Düren zu kommen: „Wir unterstützen karitative Veranstaltungen, wenn wir uns damit identifizieren können. In diesem Fall war es selbstverständlich, denn jemand aus unseren Familienkreisen leidet unter der schlimmen Darmerkrankung.“

Doch von Kummer war an diesem Abend nichts zu spüren, was nicht zuletzt an dem mitreißenden Programm der Kölner Band lag. Den Auftritt in Düren nutzten „Die Räuber“, um ihr „Millowitsch-Programm“ außerhalb des Kölner Kulttheaters aufzuführen. Ob Geschichten aus dem alltäglichen Leben, von „Kölner Unterwelten“ oder von aktuellen Ereignissen in der katholischen Kirche: Stoff zum Erheitern gab es mehr als genug.

So leitete Karl-Heinz Brand einen seiner neuen Hits mit den Worten ein: „Jeder geht gerne baden, aber Tebartz-van Elst ist zu heiß gebadet worden.“ Brisante Themen wurden von der Kölner Gruppe mit viel Humor in neue Songs eingebaut.

Auch Marc Metzger alias „Dä Blötschkopp“ traf den Nerv des Publikums. In diesem Jahr steht der Künstler bereits seit 25 Jahren auf der Bühne. Genau wie „Die Räuber“ verwandelte er Anekdoten aus dem Leben zu witzigen Lachnummern: „Darf jemand, der Moses heißt, mehr als zehn Gebote bei Ebay abgeben?“, fragte er augenzwinkernd. Auch er machte vor der katholischen Kirche nicht Halt: „Wieso dürfen alle den Priester Vater nennen, nur seine Kinder nicht?“

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