Ultraleichtflieger abgestürzt: Pilot lebensgefährlich verletzt

An der B56 : Pilot bei Flugzeugabsturz lebensgefährlich verletzt

Beim Absturz eines Ultraleichtflugzeugs nahe der Bundesstraße B56 bei Vettweiß ist der 54-jährige Pilot aus Kerpen am Freitagmittag lebensgefährlich verletzt worden.

Der Unfall ereignete sich gegen 13.30 Uhr am Flugplatz Soller. „Nach ersten Erkenntnissen befand sich das Flugzeug im Landeanflug, als es einen Baum streifte und der Pilot so die Kontrolle über das Fluggerät verlor“, heißt es im Einsatzbericht der Polizei. Aus geringer Höhe stürzte die Maschine in der Nähe des Kelzer Wegs zu Boden. Das Flugzeug vom Typ Ikarus C42 wurde dabei völlig zerstört.

Der Pilot, ein 54-Jähriger aus Erftstadt, erlitt schwere Verletzungen. Er musste mit dem Rettungshubschrauber ins Aachener Uniklinikum geflogen werden.

Die Absturzursache war am Freitag noch unklar. Wie an der Unfallstelle zu hören war, gehört der Verunglückte der Luftsportgemeinschaft Gertrudenhof an, die den Flugplatz betreibt. Der erfahrene Pilot war im Bereich eines Biotops unterwegs, den die Ultraleichtflieger normalerweise nur in einer Mindesthöhe von mehr als 300 Metern überfliegen. Der 54-Jährige war aber weitaus tiefer unterwegs, als er die Baumgruppe streifte.

Die Trümmer der einmotorigen Maschine wurden über ein Feld verstreut. Die Einsatzkräfte konnten nicht sofort mit der Bergung der Wrackteile beginnen, da die Sprengpatrone im Auslöser für den Notfallschirm erst entschärft werden musste. Dies wurde durch speziell ausgebildete Mitarbeiter des Landeskriminalamtes durchgeführt.

Die über ein Feld verteilten Trümmer der C42 Ikarus. Foto: Polizei Düren

Die Ermittlungen zur Unfallursache werden von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen unterstützt.

(ja/pol)
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