Der Ausbau des schnellen Internets im Südkreis beginnt

Schnelles Internet : Der Breitbandausbau im Südkreis läuft nun an

Der Ausbau des Breitbandnetzes hat nun auch im Südkreis begonnen. Die ersten Gräben für das Glasfasernetz wurden in Vettweiß gezogen. Von dort setzt sich die Infrastrukturmaßnahme binnen 24 Monaten nach Kreuzau, Hürtgenwald, Heimbach und Nideggen fort.

Bei der Ausschreibung des Südkreisgebietes mit 1850 Haushalten und 18 Schulen hat sich die Deutsche Telekom durchgesetzt. Bund und Land sowie zu einem kleinen Teil der Kreis Düren finanzieren große Teile des Projektes.

„Die digitale Revolution ist auch im Südkreis angekommen“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU)  vor Vertretern der Gemeinde Vettweiß mit Bürgermeister Joachim Kuhnt (CDU) an der Spitze, der Bezirksregierung und des Telekommunikationsunternehmens. Das sei auch bitter notwendig, denn Deutschland belege bei der digitalen Versorgung in Europa und der Welt keineswegs einen Spitzenplatz. „Wir wollen aber mit einer Kraftanstrengung aufholen.“

Das Interesse sei groß, bestätigte Kunth – „bis zu den Aussiedlerhöfen. Ansonsten ist man abgeschnitten“. Kunth sieht im Schließen der Versorgungslücke in seiner Kommune eine noch bessere Vermarktungschance für die ohnehin stark nachgefragten Bau- und Gewerbegebiete.

Die Telekom plant in der Kommune nach dem Zentralort mit der Schule ein Fortschreiten des Glasfaserausbaus über die Orte Soller, Kelz und Sievernich. Bis Juni 2020 sollen auch im Nideggener Stadtgebiet Wollersheim und Embken angeschlossen werden. Anfang 2020 startet der Ausbau in den Gemeinden Kreuzau und Hürtgenwald sowie in Nideggen-Schmidt. Ab Mai 2020 sind die Stadt Heimbach und die Stadt Nideggen vorgesehen.

Die Bandbreiten, die nach dem Ausbau zur Verfügung stehen, liegen bei maximal 100 bis 1000 MBit. Das größte Surf-Tempo ist in den Haushalten möglich, bei denen das Glasfasernetz direkt ins Haus verlegt wird. Knapp 600 hat die Telekom identifiziert und wird sich mit den Eigentümern in Verbindung setzen.

Anja Wilhelm sagte am Donnerstag, dass interessierte Kunden aktiv werden müssten: „Nichts passiert von allein.“ Die Telekom werde aber auf die künftigen Möglichkeiten hinweisen. Landrat Wolfgang Spelthan warb um Verständnis für die Bauarbeiten, die auch Unannehmlichkeiten mit sich brächten. Das geschehe aber für eine gute Sache.

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