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Langendorf: Vetters Plakat wettert gegen „Naturschänder”

Langendorf : Vetters Plakat wettert gegen „Naturschänder”

Im Zülpicher Ortsteil Langendorf formiert sich der Widerstand gegen Windkraftanlagen, die in weiten Teilen der Voreifel schon heute das Bild des Horizonts beherrschen.

Manfred Vetter, Hausherr auf Burg Langendorf und über die Region hinaus bekannter Kunstmäzen, hat dieser alternativen Form der Energieerzeugung den Kampf angesagt.

Neben dem Tor der Burg sagt er auf einem Plakat seine deutliche Meinung. Denn „Naturschänder” sind nach Vetters Meinung die Betreiber solcher Anlagen.

Wenn der Burgherr aus dem Fenster in Richtung Südwesten schaut, wird die sanfte Linie der Voreifel-Hügel bei Vlatten jäh gestört durch einen Windpark mit elf gewaltigen Türmen und Rotoren.

Das beflügelt den Zorn des Unternehmers ganz beträchtlich. Gerade hat er mit prominenter anwaltlicher Hilfe (Redeker/Dahs, Bonn) ein weiteres Projekt dieser Art „zumindest verzögert”.

Doch Vetter gedenkt beileibe nicht daran, in der Voreifel in die Rolle eines Don Quichotte zu schlüpfen. Denn er ist sich breiter Zustimmung gewiss. „Mit wem auch immer ich über das Thema Windkraftanlagen spreche,” sagte Vetter gegenüber der DZ, „ich höre Kritik.”

Der Burgherr betont, dass er sich parteilos engagiere; es gehe ihm darum, auf den „Unsinn dieser hoch subventionierten Abschreibungsobjekte” aufmerksam zu machen, „die alle Stromverbraucher bezahlen müssen”.

Den Blick auf die Windräder will Vetter für sich nun erträglicher gestalten. In Sichtweite seiner Burg lässt er einen gewaltigen Kubus errichten. Das vier Meter hohe Kunstwerk wurde von dem renommierten Bildhauer Ulrich Rückriem geschaffen, dem Düren seine Stelen zu verdanken hat. Die stehen heute wieder im Mittelpunkt von Gedenkfeiern.