Vernissage: Georg Neulen präsentiert „(be)lichte(te) Momente

Ausstellung im Kulturzentrum Komm : Vom Porträt bis zum zufälligen Schnappschuss

Die Kamera hat er immer schussbereit zur Hand: Georg Neulen, ehemaliger Gymnasiallehrer, Kontrabassist, fünffacher Vater, siebenfacher Opa und freier Mitarbeiter unserer Zeitung präsentierte am Sonntag im Rahmen seines 85. Geburtstages die Fotoausstellung „(be)lichte(te) Momente“ im Kulturzentrum Komm.

Zu sehen gibt es Fotokunst, die Menschen, Ereignisse und Orte in den Mittelpunkt stellt. „Egal welches kulturelle Ereignis in Düren ansteht, wenn Herr Neulen vor Ort ist, können wir sicher sein, dass die schönsten Bilder entstehen!“ So beschrieb Verena Schloemer, Vorsitzende des Kulturausschusses der Stadt Düren, die Fotografie-Expertise des Geburtstagskinds.

Zur Eröffnung seiner Ausstellung, die Interessierte ab sofort im Komm begutachten können, hielt Georg „Schorsch“ Neulen eine kurze Ansprache und brachte seine Freude in Anbetracht der vielen Gäste zum Ausdruck. Im Anschluss griff der 85-jährige kurzerhand zum Kontrabass und spielte mit Pianistin Supriya Sen Sarma einige beschwingte Stücke, auch eine Gesangseinlage ließ er sich nicht nehmen.

Vor vielen der Fotos, die nun die Wände des zweistöckigen Kulturzentrums zieren, blieb mancher Besucher staunend eine Weile stehen. Porträts, Naturphänomene, Landschaften, zufällige Schnappschüsse und viele Bilder, die das Dürener Kulturleben gekonnt in Szene setzen – für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Auch wenn es nicht so vorkommt, deckt die Ausstellung lediglich einen kleinen Teil aus Neulens ereignisreichem Leben ab. Sowohl in seiner Heimatstadt Düren als auch in Windhuk (Namibia), wo er fünf Jahre mit seiner Frau lebte, arbeitete er als Gymnasiallehrer. Acht Jahre verbrachte er als Schulleiter in São Paulo, Brasilien. Neben Bildern aus dieser Zeit, zeigt „(be)lichte(te) Momente“ auch Fotos von Neulens anderen Reisen, die ihn unter anderem nach Syrien führten. Hier charakterisiert er einerseits die Zerstörung, andererseits die kulturellen Schönheiten des Landes.

Dabei sind es meist keine gewöhnliche Einzelmotive, sondern Fotopaare, die, teils auf einer abstrakten Ebene, in Bezug zueinander stehen. Neulen spielt mit Gegensätzen, Kontrasten und Vergleichen und regt damit die Fantasie des Betrachters an. Photoshop und Co. sind dabei außen vor – lediglich das Auge für den perfekten Blickwinkel und Ausschnitt machen Georg Neulens Bilder einzigartig.

Wer „(be)lichte(te) Momente“ persönlich zu Gesicht bekommen möchte, hat bis zum 28. Juli sowie vom 19. bis 30. August, jeweils montags bis freitags von 11 bis 18 Uhr, sowie sonntags von 10 bis 14 Uhr im Komm-Kulturzentrum die Gelegenheit dazu.

(nie)
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