Düren: Verlängerung des Dürener Weihnachtsmarktes beschlossen

Düren: Verlängerung des Dürener Weihnachtsmarktes beschlossen

Auf Initiative der „Ampel“-Koalition hat der Steuerausschuss der Stadt einstimmig erste Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung des Dürener Weihnachtsmarktes beschlossen, die schon in diesem Jahr umgesetzt werden.

Weil sich Bürgermeister Paul Larue (CDU) aus Sicherheitsbedenken gegen eine Schlittschuhbahn auf der Rathausempore ausgesprochen hat, soll eine 150 bis 200 Quadratmeter große Bahn aus Spezialkunststoff nun unmittelbar vor der Rathaustreppe aufgebaut, kündigt die stellvertretende Bürgermeisterin Liesel Koschorreck (SPD) an, die Vorsitzende des „Runden Tisches Weihnachtsmarkt“ ist.

Dass sich der Steuerausschuss für Gastronomen Gerd Suhr, Gilbert Breuer und Aleksander Krawczuk als Betreiber entschieden hat, begrüßt Dürens Schaustellerchef Bert Cremer ausdrücklich, hatte der Verband doch bei allen Überlegungen zur Zukunft des Weihnachtsmarktes immer einen Bestandsschutz für Stammbeschicker gefordert. Dem ist der Ausschuss nun gefolgt, auch wenn das Trio noch ein schlüssiges Konzept vorlegen muss. Dem Vernehmen nach sollen die drei Schlittschuhbahnbetreiber einen Fünf-Jahres-Vertrag erhalten, der auch für alternative Standorte gilt, wenn Markt- und Kaiserplatz im Zuge des Masterplan-Prozesses 2017/2018 umgestaltet werden und nacheinander nicht zur Verfügung stehen.

Vorgesehen ist zudem, dass die Bahnbetreiber auch die Chance erhalten, auf der Rathaus-Empore zusätzliche Gastronomiestände aufzubauen, die sich mit ihrem Angebot jedoch von denen auf dem bisherigen Weihnachtsmarkt unterscheiden. Im Gespräch sind zum Beispiel Feuerzangenbowle und Flammlachs. Wie weit die Empore aus statischen Gründen in Anspruch genommen werden kann, muss noch geprüft werden, betonen Koschorreck und Cremer.

Feststeht indes, dass der Weihnachtsmarkt abends nicht mehr bereits um 20 Uhr, sondern erst um 22 Uhr schließen wird und sich die Öffnungszeiten somit an die des Einzelhandels anpassen. Und der Weihnachtsmarkt wird unter dem Titel „Dürener Winterland“ bis zum 8. Januar verlängert. Zum einen soll damit das beschlossene Konzept der weihnachtlichen Stadt Düren vorangetrieben werden, zum anderen reagiert die Politik damit auf die hohen Investitionskosten, die mit dem Kauf einer Schlittschuhbahn verbunden sind. Die Beschicker des Weihnachtsmarktes (17. November bis 22. Dezember) können sich ab dem 23. Dezember am „Winterland“ beteiligen, müssen aber nicht, betont Bert Cremer, Er ist aber überzeugt, dass etwaige Lücken adäquat gefüllt werden können, zum Beispiel aus Reihen des Einzelhandels. Das „Winterland“ öffnet auch Heiligabend bis Mittag, hat nur am ersten Feiertag geschlossen und wartet Silvester mit einer Open-Air-Party auf.

Liesel Koschorreck ist überzeugt, dass mit den beschlossenen Maßnahmen bereits deutlich mehr Besucher in die Stadt gelockt werden und kündigt an, dass in den kommenden Jahren weitere Ideen umgesetzt werden sollen. Immer noch im Raum steht für 2016 ein Weihnachtszirkus vor dem Hoesch-Museum und ein Adventsmarkt der Pfarre St. Lukas an einem Wochenende rund um die Annakirche.

(ja)