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Birkesdorf: Vereinigte Türken verteidigen Titel

Birkesdorf : Vereinigte Türken verteidigen Titel

Vor 19 Jahren stand Josef Spilles bei der ersten Dürener Stadtmeisterschaft als Trainer im Finale. Damals mit der Lendersdorfer Alemannia.

Fünf Sekunden vor dem Abpfiff führten seine Kreisliga-Kicker noch mit 1:0. Dann egalisierte der FC Düren-Niederau und gewann zu Spilles Verdruss die Stadtmeisterschaft auch noch.

Am Sonntag Abend musste der Trainer in der Birkesdorfer Sporthalle wieder zittern. Doch nach dem Abpfiff des Endspiels um die 19. Stadtmeisterschaft durfte er jubeln. Denn nach dem Gewinn im 2003 sicherte sich Bezirksligist Vereinigter Türkischer SV zum zweiten Mal den Titel des Hallenmeisters. 4:3 bezwangen die Norddürener den Bezirksligakonkurrenten FC Düren 77.

Die Freude der türkischen Fußballer und ihrer Anhänger war wie im Vorjahr wieder überschwänglich. Vorsitzender Metin Ermnayasi, Trainer Spilles und sein Co Dirk Ropertz klatschten jeden einzelnen Spieler ab, ehe sie die Pokale in Empfang nehmen durften.

Die Zuschauer in der vollbesetzten Birkesdorfer Sporthalle sahen ein von der ersten Minute an packendes Endspiel. Die Süddürener hatten Anstoß, leisteten sich im Spielaufbau einen Fehlpass und schon bestrafte Murat Sekerci den Fauxpas der 77er. Doch die zeigten sich nicht beeindruckt. Viktor Dirks hämmerte den Ball aus gut zwölf Metern in das VTSV-Gehäuse zum Ausgleich. „Was der kann, kann ich auch”, dachte sich Ahmet Aksoy. Und schon führten die Vereinigten wieder. Und als dann Hüsseyn Kayan nach Freistoß den dritten Treffer erzielte, wurden auch schon die Seiten gewechselt.

Wie die erste Halbzeit begonnen hatte, so fing auch der zweite Abschnitt an: mit einem frühen Treffer. Doch diesmal waren die Süddürener wacher. Viktor Werner drosch den Ball ins Netz. Die Freude währte nur kurz: Wieder Hüsseyn Kayan stellte den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Nun agierten die Türken vorsichtiger, auch die 77er drängten trotz Stefan Nepomucks 3:4-Anschlusstreffer noch nicht mit aller Gewalt auf den Ausgleich: Respekt vor den schnellen Kontern des VTSV.

20 Sekunden vor dem Abpfiff erwiesen sie sich auch als faire Sportskameraden: Als sich Atila Ermayasi verletzte und die Türken den Ball ins Aus spielten, rollten sie das Spielgerät wieder zu den VTSV-Kickern zurück. Zuvor hatten auch Josef Spilles und Dirk Ropertz Fairness unter beweis gestellt: Sie leisteten sofort Erste Hilfe, als sich Viktor Dirks vor ihrer Bank verletzte.

Das Endspiel des Damen-Turniers entschieden die Fußballerinnen der FG Mausauel-Nideggen für sich: Der Verbandsligist bezwang den Landesligisten Adler Werth mit 7:2. Die Tore erzielten Manuela Kolvenbach, Sarah Schmitz und Susanne Swierzy (je 2) sowie Verena Schmitz.

Dabei hatte es in der Vorrunde am Freitag nicht nach dem Finaleinzug ausgesehen: Aber weil St. Augustin eine nicht spielberechtigte Akteurin einsetzte, qualifizierte sich Mausauel für das Halbfinale, warf dortTeutonia Weiden raus.