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Düren: Vereine müssen auf 20 Prozent verzichten

Düren : Vereine müssen auf 20 Prozent verzichten

Vereine und Institutionen, unter anderem auch soziale Einrichtungen, sollen in den nächsten Wochen 80 Prozent der ihnen zustehenden städtischen Zuwendungen erhalten.

Weil die Stadt für 2004 keinen genehmigungsfähigen Haushalt vorlegen kann, werden die restlichen 20 Prozent der so genannten freiwilligen Leistungen wieder eingefroren. Sie können nur nach Zustimmung der Kölner Bezirksregierung ausgezahlt werden.

Im letzten Jahr mussten sich die Empfänger schließlich mit 80 Prozent begnügen. In diesem Jahr wird dies wohl nicht anders sein.

Dass es schwierig sein würde, einen Etat samt Sicherungskonzept aufzustellen, der in Köln grünes Licht erhält, hatte Dürens Kämmerer Johannes Geismann schon vor Monaten eingestanden. Damals gab es allerdings noch die vage Hoffnung auf eine die Kommunen entlastende Steuerreform.

Sie ist bekanntlich inzwischen gestorben, so dass der Kämmerer am Mittwoch dem Haupt- und Finanzausschuss der Stadt, der ab 17 Uhr im Rathaus tagt, ohne Umschweife mitteilen wird: Düren bleibt ein weiteres Jahr ohne genehmigten Haushalt.

Anschließend wird er den Ausschussmitgliedern eine Prioritätenliste von Investitionen vorlegen, die dennoch im Lauf des Jahres getätigt werden sollen.

Dazu gehören unter anderem eine ganze Reihe von Sanierungen (Rathaus, Schulen etc.), Neubauten (Johannesbrücke, Spielplatz) und Maßnahmen, die die Verkehrssicherheit aufrechterhalten.

Unter dem Strich steht eine Investitionssumme von 8,7 Millionen Euro, für die die Stadt die Bezirksregierung um Zustimmung bitten wird.

Zum zweiten Mal stimmt der Haupt- und Finanzausschuss heute über den Verkauf des Kuhgassengeländes an Brune beziehungsweise die Concepta Projektentwicklung GmbH ab, die inzwischen aus Brune hervorgegangen ist. Die endgültige Entscheidung über den Verkauf fällt nächste Woche im Stadtrat.