Kleinhau: Väter mit Kindern geniessen Abenteuerzeit in Kleinhau

Kleinhau : Väter mit Kindern geniessen Abenteuerzeit in Kleinhau

Wieder einmal war der Jugendzeltplatz Finkenheide im Hürtgenwalder Ortsteil Kleinhau am Wochenende ausgebucht. Die Einladung des Kreisjugendamtes zum Zeltlager der Väter mit ihren Kindern hatte viel Zuspruch gefunden.

Von Freitag bis Sonntag kamen 115 Personen, die hier eine Freizeit in der Natur genießen wollten. Auf dem herrlichen Gelände, das man durch eine Lindenallee erreicht, wurden am Freitag zunächst die Zelte aufgebaut. Selbstverständlich halfen die Routiniers den Neuen, die sich durch die Unterstützung rasch einfanden.

Und schon hatten die Feuerteufel das Lagerfeuer angezündet. Obwohl die Sonne noch schien, war der Platz rund um das Feuer schnell belagert. Mit fröhlichem „Hallo“ begrüßten die Teilnehmer einander, viele sind dieser Veranstaltung seit mindestens zehn Jahre treu. Das „Zeltwochenende für Väter mit ihren Kindern“, das das Jugendamt des Kreises Düren seit fast 20 Jahren durchführt, hat nichts von seiner Beliebtheit verloren.

Einfach mal raus, rustikal leben, draußen spielen, im Zelt schlafen — das wollen immer noch ganz viele Kinder, und den Vätern scheint es auch einen Riesenspaß zu machen.

Sie werden im Nu zu „Teamern“. Fast scheint es, als bräuchte man kein Programm. Hier wird alles für eine ausgefüllte Freizeit geboten: Auf der Wiese kann man Ballspiele machen oder Tischtennis spielen, es gibt ein Klettergerüst und einen großen, überdachten Grillplatz. Auch die Sachen aus dem „Spiel-mit-Mobil“ fanden viel Zuspruch.

Robert Fabig vom Jugendamt hat Routine, es ist das 14. Zeltlager, das er organisiert. Er regelt zum Beispiel den Einkauf für die Mahlzeiten. Der Appetit der Teilnehmer ist groß, denn alle sind ständig draußen in Bewegung. Robert Fabig denkt sich für den Samstag immer ein Thema aus. Freitags nach dem Zeltaufbau wird die ganze Schar zunächst begrüßt. Ein paar Regeln müssen beispielsweise erklärt und der Küchendienst eingeteilt werden.

„Die erste Nacht ist erfahrungsgemäß die unruhigste“, erzählt Robert Fabig, „am zweiten Abend wird eine Nachtwanderung durchgeführt, danach ist dann Ruhe.“ Für Samstag dachte sich der Organisator diesmal zum Thema „Pferd“ Spiele und eine Exkursion aus. In zwei Gruppen ging es zum Reiterhof Dahmen in Großhau.

Und auf der Wiese in der Finkenheide wurde ein „Parcours“ aufgebaut, da wurde dann auch das Springvermögen der Väter getestet. Robert Fabig kennt durch seine Arbeit im Jugendamt viele Familien. Ein wenig bedauert er, dass manche, die er „aus pädagogischen Gründen gerne hier auf dem Zeltplatz Finkenheide dabei hätte und denen das auch guttun würde“, leider nicht teilnehmen würden. Der Mitarbeiter des Jugendamts überlegt, wie man diese Kandidaten motivieren könnte.

Robert Fabig beschreibt die Situation im Zeltlager: „Hier in der Freizeit bringen sich die Väter mit ein, sie übernehmen Verantwortung. Und sogar Kinder, die zehn oder zwölf Jahre mitgemacht haben, wachsen nun allmählich in Betreuungsaufgaben hinein und helfen mit, das ist sehr schön“, resümiert Robert Fabig.