Kreuzau: Unterwasserwelt und Naturbilder im Rathaus ausgestellt

Kreuzau: Unterwasserwelt und Naturbilder im Rathaus ausgestellt

Als Bürgermeister Ingo Eßer am Montag im Rathaus die Kunstausstellung „Spontanität und Feingefühl“ eröffnete, hatten sich viele Kunstfreunde eingefunden. Diesmal stellen vier Malerinnen aus der Umgebung aus.

Gemeinsam nehmen sie an Malkursen bei Marie Luise Klein teil, die bekannte Künstlerin aus Soller erwarb Zertifikate von Gary Jenkins und Bob Ross. Sie ist eine leidenschaftliche Instruktorin. Nun begleitete sie nicht ohne Stolz ihre „Schülerinnen“ bei deren Ausstellung.

Freie Motivwahl

„Zum Malen gehört Üben, Farbenlehre, Techniken verfeinern. Die reale Darstellung ist die Mutter aller künstlerischen Betätigungen“, sagte Ma-Lu Klein. Die Malerinnen werden in der Wahl ihrer Motive oder in der Form ihres Ausdrucks nicht eingeschränkt. Hildegard Crefeld aus Kreuzau malt am liebsten in Öl. Ihr Regenbild, das gelbe Autos und bunt gekleidete Passanten vor einer blassen Häuserzeile zeigt, fand viel Beachtung. Auch eine Frauengestalt mit leicht verwischten Konturen zog die Blicke auf sich. „Manchmal gehen meine Bilder ins Abstrakte, ohne gänzlich ungegenständlich zu werden. Ich habe viel Freude am Ausprobieren“, sagte Hildegard Crefeld.

Ähnlich drückte sich Heike Jülich aus Nideggen aus, die gerne in Acryl malt und es zuweilen spachteldick aufträgt. Eine abstrakte Arbeit in Rot und Schwarz auf weißem Grund wirkt nicht statisch, die geometrischen Felder scheinen sich in einer dynamischen Bewegung zu befinden. Eine heitere Unterwasserwelt erlebt man in einem ganz anderen Bild, das viele Blautöne aufweist, blubbernde Luftblasen steigen zwischen Schneckenhäusern nach oben.

Manuela Körner aus Kreuzau, die schon zehn Jahren in Ma-Lu’s Schule geht, gesteht begeistert: „Man lernt perspektivisch malen. Ich glaube, man kann in den Wald hineingucken.“ Das trifft auf ein idyllisch-buntes Naturbild zu. Blütenbilder, die ihrer Fantasie entsprungen sind, zeugen ebenfalls von handwerklichem Können und Gefühl, für duftig-zarte weiße Blütenblätter nahm sie Öl und Acryl. Margarete Justen aus Nörvenich liebt Natur und Tiere, ein prächtiger Hahn ist ihr naturgetreu gelungen. Viele Besucher verweilten lange vor dem Bild „Die Hoffnung“, da nimmt Charlie Chaplin ein Kind an die Hand, das mit bangem Blick zurückschaut.

Die Ausstellung bleibt noch bis 30. Juni im Rathaus Kreuzau, sie ist montags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr, dienstags von 13.30 bis 16 Uhr und donnerstags von 13.30 bis 17 Uhr geöffnet.

(ale)