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Düren: „Und jetzt ich. Die Spaßbremse der Nation.”

Düren : „Und jetzt ich. Die Spaßbremse der Nation.”

Klar, es ging um Fußball. Mit Dr. Markus Merk, dem Weltschiedsrichter des Jahres 2004, als Referenten ist das kein Wunder.

Merk erzählte auf Einladung der Sparkasse im Haus der Stadt: „Stellen Sie sich vor: Ein Spieler zieht aus 30 Metern ab und hämmert den Ball in den Winkel. Tolles Tor. Mir als Fußballfan geht das Herz auf.” Dann, so Merk weiter, läuft der Spieler jubelnd in die Fankurve und zieht sich sein Trikot aus. „Und jetzt komme ich. Die Spaßbremse der Nation.”

Fürs Trikotausziehen gibts die gelbe Karte. Und da der Torschütze schon verwarnt war, folgt die gelb-rote Karte. „Das macht mir auch keinen Spaß. In der Stadt kann ich am Abend bestimmt nicht essen gehen.” Merks Erzählungen vor vollen Zuschauerreihen drehten sich aber um mehr als Fußball. Sie handelten von schwierigen und oftmals unbeliebten Entscheidungen, die in ähnlicher Form jeden Tag gefällt werden müssen.

Im Vorfeld des Vortrags machte Merk, der auch bei der WM wieder pfeifen wird, Werbung gegen das Negativ-Image der Schiedsrichterei. „Ich wäre froh, wenn Schiedsrichter mal gefragt werden: Wie kommt es, dass Sie so schnell so viele richtige Entscheidungen fällen?”