Düren: Umfrage: Dürener SPD will ausloten, was den Bürger interessiert

Düren: Umfrage: Dürener SPD will ausloten, was den Bürger interessiert

Mit dem Ansinnen, die Bürger in die städtischen Haushaltsberatungen einzubeziehen, ist die Dürener SPD im Herbst an der CDU/FDP-Mehrheit gescheitert. Jetzt unternehmen die Genossen mit einer Bürgerbefragung einen neuen Anlauf, die Dürener und ihre Bedürfnisse stärker in die politische Diskussion einzubeziehen.

„Wir wollen nicht länger im eigenen Saft kochen”, erklärt Rolf Hamacher vom Ortsverein Düren-Mitte-West, der mit dem SPD-Stadtverband den Anstoß zur Umfrage gegeben hat. Raus aus dem Elfenbeinturm lautet die Devise.

Denn die Genosen haben festgestellt, dass längst nicht alle von ihnen in Parteizirkeln als wichtig erachteten Themen auch tatsächlich den Bürger interessieren, gibt die Stadtverbandsvorsitzende Liesel Koschorreck freimütig.

Genau das aber möchte die SPD: Wissen, was dem Bürger wirklich wichtig ist, welche Schwerpunkte ihm am Herzen liegen - unabhängig von parteipolitischer Präferenz.Um das herauzufinden, hat die SPD 35 Fragen formuliert zu Themenbereichen wie Städtebau und Wohnumfeld, Verkehr, Kultur und Freizeit, aber auch Bildung, Arbeitswelt und Energieversorgung.

Fragen, die teilweise mit Schulnoten beantwortet werden sollen, bei denen ein einfaches Kreuzchen ausreicht und andere, bei denen neben vorgebenenen Antworten eigene Gedanken formuliert werden können.

Die Umfrage erfolgt anonym. Lediglich statistische Angaben benötigen die Genossen, „damit wir sicherstellen können, dass die Umfrageteilnehmer möglichst weitgehend die verschiedenen Gruppen der Bevölkerung abbilden”, erklärt Hamacher.

Die Teilnahme an der Umfrage ist per Internet (siehe unten) möglich, aber auch in Papierform. Die Fragebögen können via Internet ausgedruckt und dann ausgefüllt an die SPD-Parteizentrale im Fritz-Erler-Haus („Fragebogen-Aktion”), Holzstraße 34, 52349 Düren geschickt werden.

Bei Bedarf können sie dort aber auch angefordert werden. Bis Ende Januar hoffen die Genossen auf rund 1000 Teilnehmer, um ein möglichst breites Meinungsspektrum zu erhalten. Nach der Auswertung sollen die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

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