Düren: U3-Betreuung: Ein Platz für 35 Prozent der Kinder bis 2013?

Düren: U3-Betreuung: Ein Platz für 35 Prozent der Kinder bis 2013?

Bürgermeister Paul Larue ließ es sich nicht nehmen, bei der Übergabe des Anbaus der Kita „Pusteblume” seinen persönlichen Dank zum Ausdruck zu bringen. Denn die Einrichtung der Lebenshilfe sei Vorreiter in puncto U3-Betreuung.

„Wir Städte und Gemeinden stehen vor einer schier unlösbaren Aufgabe”, klagte der erste Bürger der Stadt.

Laut Gesetzgeber sollen im Jahr 2013 bereits 35 Prozent der unter Dreijährigen einen gesicherten Kitaplatz haben. Düren kann zurzeit gerade einmal mit einer Versorgungsquote von 17 Prozent dienen.

Bis zum Stichdatum, erklärte Larue weiter, würden eventuell Plätze für gut 20 Prozent aller Kinder unter drei Jahren in Düren vorhanden sein. Deshalb bedankte sich Larue ausdrücklich bei der Lebenshilfe für ihre Initiative. Die Kita „Pusteblume” ist die erste Einrichtung der Lebenshilfe in Düren, die U3-Betreuung anbietet.

Ausbau der Kita „Pusteblume”

Der neue Anbau schafft Platz für sechs Kinder unter drei Jahren. Insgesamt hat die Einrichtung 59 Plätze. Von den 59 Kindern haben 21 ein Handicap. Es gibt eine Regelgruppe, eine Heilpädagogische Gruppe und zwei Integrative Gruppen.

Der Neubau kostete 113.000 Euro. Architekt Norbert Freudenberg und der Geschäftsführer der Lebenshilfe Düren, Wolfgang Prümm, zeigten sich erfreut darüber, dass der kalkulierte Kostenrahmen eingehalten wurde. Das Land NRW übernahm 90 Prozent der Kosten, zehn Prozent verblieben als Anteil der Stadt.

Die Kinder begrüßten die Gäste mit dem Singspiel „Wie finde ich Freunde?” und bedankten sich damit auch im Namen der Leiterin Miriam Brück-Lange und ihrer Kolleginnen.

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