Vossenack/Schmidt: Traumhafte Aussichten für Oldtimer-Fans

Vossenack/Schmidt: Traumhafte Aussichten für Oldtimer-Fans

Für Fans des historischen Motorsports gab es am Wochenende auf der Landstraße zwischen Vossenack und Schmidt traumhafte Aussichten. Der Dürener Motorsportclub (DMC) hatte zum fünften Mal die ADAC-Bergprüfung Vossenack veranstaltet und Hunderte Besucher an die Strecke gelockt. Rund 90 Fahrzeuge waren zur Gleichmäßigkeitsfahrt angemeldet.

Neben historischen Rennwagen — mindestens 30 Jahre alt müssen die Wagen sein, um als Oldtimer zu gelten — gab es auch einige moderne Elektrofahrzeuge zu sehen. Der Fokus lag aber auf den alten Fahrzeugen, die liebevoll gepflegt und teilweise restauriert die alte Bergstraße hinauf röhrten, auf der früher schon Bergrennen ausgetragen wurden.

Englischer Zweisitzer

Den ältesten Wagen im Starterfeld stellte Hubert Dahmen aus Köln, der mit seiner Beifahrerin Ursula Eck die 2750 Meter lange Strecke in einem renngrünen MG PA von 1934 zurücklegte. Täglich ausgefahren werde der Wagen, der sich noch im Originalzustand befinde, nicht, versicherte Eck. Lediglich für Gleichmäßigkeitsfahrten und andere Veranstaltungen präsentiere man das alte Gefährt.

Neben Hubert Dahmens englischem Zweisitzer gab es etliche weitere Fahrzeug-Klassiker in Aktion zu sehen, darunter auch Autos von Jaguar, Austin Healey, Volvo, Riley, NSU, Porsche, Daimler-Benz, Opel und Alfa Romeo. Sehr schön anzusehen war der Alvis 35/63 Speed, nur einer von 18 Oldtimern im Fuhrpark von Bernhard Hübel aus Heidelberg. „Ich lebe hier die Träume meiner Jugend“, schwärmte der Oldtimer-Liebhaber an der Zielgeraden am Steuer seines Boliden von 1938.

Guido Lethert fuhr die Bergprüfung in seinem weißen Alfa Romeo Giulia Sprint GT von 1964 und freute sich sichtlich, dabei zu sein: „Das ist meine dritte Rallye dieser Art“, erzählte Lethert. Einmal habe er schon den Sieg geholt, berichtete er und war sich sicher, dass er auch an diesem Wochenende Chancen auf den Siegerpokal habe.

Dass das Wetter mit prallem Sonnenschein und nur gelegentlicher Bewölkung ideal für die Ausfahrt der alten Schätze war, freute vor allem Organisationsleiter Eberhard Hess: „Voriges Jahr sind wir wegen des Regens fast weggeschwommen, heute ist es dafür traumhaft.“ Hess hatte im Vorfeld wieder bekannte Renn- und Rallyefahrer für die Veranstaltung gewinnen können.

Fachgespräche

So fuhr auch Kurt Thiim, der in seiner Rennkarriere vom Kartsport über Le-Mans-Teilnahmen bis zu Einsätzen in der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft (DTM) schon viele Rennstrecken gesehen hat, in einem Mercedes 190 mit. Mit einem Shuttle-Bus wurden die Zuschauer vom Zielbereich zu Aussichtspunkten sowie zum Start gebracht, was Motorsport zum Anfassen versprach. Von der Panoramakurve aus konnten sie die Rennsportboliden in Aktion beobachten, bevor im Fahrerlager das Gespräch mit den Teilnehmern gesucht und Fotomotive von den Lieblingsautos gemacht wurden.